Ein Ex-Wunderkind in der "ewigen Stadt"

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Erik Lamela ist in Europa angekommen.

Im Alter von 19 Jahren. Und trotzdem erst sieben Jahre nachdem er erstmals die Chance dazu hatte.

Im August 2004 sorgte der FC Barcelona für Aufregung, als er dem damals zwölfjährigen Wunderkind ein nahezu unmoralisches Angebot machte.

120.000 Euro „Taschengeld“ pro Saison plus Jobs für seine Eltern und Studienplätze für die Geschwister – so wollten die Katalanen den Jungen auf die iberische Halbinsel locken.

Doch die Eltern des Argentiniers lehnten ab. Lamela blieb bei River Plate und machte dennoch seinen Weg. Dieser führte ihn nun nach Rom.

Bis zu 17 Millionen Euro

Nach dem Abstieg in die zweite Liga war klar, dass der Mittelfeldspieler den Traditions-Klub verlassen würde. Die Verhandlungen mit der AS Roma zogen sich in die Länge, nun aber sind sie abgeschlossen.

Der Teenager unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2016. Und River Plate bekommt eine schöne Stange Geld überwiesen. Innerhalb eines Jahres bezahlen die Italiener auf drei Raten zwölf Millionen Euro.

Sobald Lamela zehn Einsätze absolviert hat, wird eine weitere Million fällig. Beim 20. Spiel im Roma-Trikot noch eine.

Wenn diverse weitere Klauseln, die den sportlichen Erfolg des Klubs betreffen, eintreten, können außerdem bis zu 3,06 Millionen dazu kommen. Im Idealfall wären das also knapp über 17 Millionen, die die Argentinier einstreifen.

Voraussetzungen gegeben

Dass sich das Talent in der Serie A durchsetzt, bezweifelt kaum jemand. Die körperlichen Voraussetzungen sind gegeben. Mit seinen 1,82 Metern Körpergröße ist der Youngster für einen argentinischen Mittelfeldspieler verhältnismäßig groß.

Auch technisch lässt das Können des Gauchos, der in der Vorsaison bei seinem Stammklub ein Fixleiberl erobern konnte, kaum zu wünschen übrig. Tempodribblings zählen zur Spezialität Lamelas.

Einzig sein oft eigensinniges Verhalten auf dem Feld muss der Roma-Neuzugang ablegen. Zudem ist die Defensivarbeit des Kickers, der Ende Mai sein Länderspiel-Debüt feierte, noch ausbaufähig.

Die „Giallorossi“ können sich jedenfalls glücklich schätzen, das Rennen um den Offensivspieler für sich entschieden zu haben. Fünf weitere Top-Klubs aus Europa, darunter Manchester United, hätten reges Interesse gezeigt, verlautbarte der Vater des Neo-Legionärs nach der Unterschrift.

Nilmar soll noch kommen

„El Coco“, wie er in seiner Heimat gerufen wird, ist übrigens nicht der erste südamerikanische Neuzugang der Römer in diesem Sommer.

Sein Landsmann Gabriel Heinze kam ablösefrei von Olympique Lyon. Cicinho kehrt nach einer halbjährigen Leihzeit bei Villarreal zurück. Seine Zukunft ist allerdings noch offen.

Doch damit nicht genug. Nun angelt die Roma nach einem brasilianischen Angreifer. Nilmar soll von Villarreal losgeeist werden. Wie „Corriere dello Sport“ berichtet, wird Sportdirektor Walter Sabatini noch am Sonntag mit den Spaniern verhandeln.

Der Transfer des 27-Jährigen dürfte aber eine teure Angelegenheit werden. Rund 24 Millionen Euro soll die Forderung seines aktuellen Arbeitgebers betragen.

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