Juventus auf legendären Spuren

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Roberto Mancini hat er schon, Fulvio Bernardini wäre der nächste, dann würde nur noch Fabio Capello warten.

Antonio Conte ist drauf und dran mit Juventus Geschichte zu schreiben.

Inters Lauf egalisiert

32 Runden sind in der Serie A mittlerweile gespielt. Und noch immer hat der Spitzenreiter aus Turin kein einziges Spiel verloren.

Eine derartige Serie gelang zuletzt Inter Mailand unter Mancini. Die „Nerazzurri“ waren in der Saison 2006/07 ebenfalls 32 Partien en suite ungeschlagen.

Legendäre „Viola“

33 Mal in Folge keine Niederlage hinnehmen musste AC Fiorentina in der Spielzeit 1955/56. Die von Bernardini trainierte Truppe war damals das Maß aller Dinge und sicherte sich den ersten Scudetto der Klub-Geschichte.

Vor allem Stürmer Giuseppe Virgili (21 Tore) und der alles überragende Argentinier Miguel Montuori stellten die Gegner vor unlösbare Aufgaben.

Zumindest bis zum letzten Spieltag. Die „Viola“ musste sich dem Genoa CFC mit 1:3 geschlagen geben. Der Traum von der perfekten Saison war geplatzt, der Titel wurde deshalb aber nicht weniger ausgelassen gefeiert.

Nichts zu feiern hatte Perugia in der Saison 1978/79. Zwar beendete der Klub aus Umbrien die Meisterschaft nach 30 Runden ungeschlagen, doch die elf Siege und 19 Remis reichten nicht zum Titel – den fuhr Milan ein.

Milans perfekte Saison

So blieb es schließlich auch dem AC Milan vorbehalten, das Kunststück zu vollbringen, ungeschlagen Meister zu werden. Die „Rossoneri“ spielten 1991/92 unter Capello alles in Grund und Boden.

Marco van Basten erzielte 25 Tore, Ruud Gullit trieb das Spiel nach vorne und in der Defensive agierten Legenden wie Franco Baresi und der damals schon in seiner achten Profi-Saison befindliche Paolo Maldini staubtrocken.

Ungeschlagen, aber nicht souverän

Was diese Teams vom aktuellen Juventus unterscheidet? Schon bald war klar, dass sie den Titel holen werden.

Diesmal verhält sich das ein wenig anders. Lediglich einen Zähler Vorsprung hat die „Alte Dame“ auf Verfolger AC Milan, der bereits fünf Mal als Verlierer vom Feld ging.

Die Remis-Könige

Grund dafür sind die zahlreichen Unentschieden der Turiner. Unglaubliche 14 Mal hat die Conte-Elf bereits remisiert. Das ergibt einen Spitzenreiter, der nach 32 Spieltagen gerade einmal 18 Siege auf dem Konto hat.

Weniger volle Erfolge hatte zu diesem Zeitpunkt der Saison schon lange kein Tabellenführer mehr zu Buche stehen. 1996/97 war es ebenfalls Juve, das die Rangliste mit nur 17 Siegen anführte.

So richtig rund läuft es für das Team von ÖFB-Legionär Alexander Manninger also nicht. Ein Perugia-Schicksal droht. Doch der Titel ist zum Greifen nahe. Und ein Rekord für die Ewigkeit ebenfalls.


Harald Prantl

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