Quo vadis, "Jimmy"?

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Erwin "Jimmy" Hoffer: Zwischen den Fronten

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Erinnerungen an alte Zeiten wurden wach, als Erwin „Jimmy“ Hoffer ins Hanappi-Stadion einmarschierte, um Rapids Testspiel gegen AS Roma von der Tribüne aus zu verfolgen.

Der 25-jährige Stürmer ist derzeit zusammen mit seiner Freundin auf Heimatbesuch, ehe am Montag wieder der Ernst des Lebens beginnt.

Allerdings aller Voraussicht nach nicht bei Eintracht Frankfurt, wo er zuletzt leihweise tätig war, sondern bei seinem Arbeitgeber SSC Neapel.

„Wir werden sehen, wie es bei mir weitergeht“, schildert Hoffer seine Situation im Gespräch mit LAOLA1.

„Es könnte schlimmer kommen“

Angst um seine Zukunft macht sich der U20-WM-Held von 2007 nicht, schließlich ist er noch an den italienischen Serie-A-Klub vertraglich bis 2014 gebunden.

„Es könnte schlimmer für mich kommen, als noch zwei Jahre Vertrag in Neapel zu haben. Deshalb beschwere ich mich auch nicht“, gibt der Ex-Rapidler zu verstehen.

Während die Italiener nicht mehr große Hoffnungen in Hoffer stecken, wäre er in Frankfurt weiterhin eine gern gesehene Verstärkung.

Schließlich steuerte er in der abgelaufenen Aufstiegssaison in der zweiten deutschen Bundesliga neun Treffer bei und sammelte wieder wichtige Spielzeit.

Neapel und Frankfurt verhandeln

Doch die Situation ist verstrickt. Während die Neapolitaner den ÖFB-Teamspieler verkaufen wollen, kommt für die Eintracht aufgrund limitierter finanzieller Mittel nur ein Leihgeschäft in Frage.

Doch Hoffer hakt dieses Kapitel noch nicht ab und hofft auf eine Wende, um auch weiterhin in Deutschland auf Torejagd gehen zu können.

„Die Vereine sind in Verhandlungen. Mal sehen, ob es zu einer Einigung kommt oder nicht.“

Wenn nicht, steigt er vorerst einmal am Montag beim Serie-A-Klub, der aus dem Trainingslager zurückkehrt, in die Vorbereitung ein.

Schritt in die richtige Richtung

Doch selbst dann ist bis zur Schließung des Transferfensters (Anm.: 31. August) noch viel Zeit, sich in andere Richtungen umzuschauen.

Da es vergangenes Jahr nach einigen Rückschlägen endlich wieder bergauf ging, sieht Hoffer im Nachhinein seine Zeit in Frankfurt als Schritt in die richtige Richtung.

„Ich habe gespielt, meine Tore gemacht und dem Verein zum Aufstieg verholfen. Das war das große Ziel.“

„Zufrieden kann man als Sportler nie sein“

Die Ansprüche des Badeners sind aber freilich größer als die Wirklichkeit. Denn über seine Jokerrolle kam er auch bei den Hessen nur selten hinaus.

„Zufrieden kann man als Sportler nie sein. Es kann nie genug sein. Aber ich habe regelmäßig gespielt, das ist sehr wichtig für mich als Spieler. Nach oben gibt es aber noch sehr viel Freiheiten“, stellt Hoffer selbstkritisch klar.

Ob er bei Neapel oder doch woanders den nächsten Schritt versuchen wird, wird sich spätestens bis zum 31. August weisen.


Alexander Karper

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