Gilardinos neue Herausforderung

Aufmacherbild
 

„Habemus Gila!“

Auf der Webseite des Genoa CFC wird stellvertretend für den ganzen Verein gejubelt.

Die Norditaliener sicherten sich zuletzt die Rechte an Alberto Gilardino, seines Zeichens einer der gefährlichsten Stürmer des Landes (142 Tore in der Serie A).

Acht Millionen Euro ließ sich der Verein den Transfer des bisherigen Fiorentina-Profis kosten.

Im zweiten Anlauf

Schon im Sommer wollte Genoa den Goalgetter verpflichten, doch damals entschied er sich noch für einen Verbleib in Florenz.

„Aber im Dezember ist Genoa-Präsident Enrico Preziosi noch einmal an mich herangetreten und diesmal hat es geklappt“, schildert der 29-Jährige.

Also durfte der Klub-Boss seinen Neuzugang mit einem halben Jahr Verspätung doch noch mit den Worten „Willkommen, Bomber“ begrüßen.

Vorwürfe und Verteidigung

So herzlich der Empfang in Genua auch war, so unschön verlief der Abschied aus der Toskana. Sportdirektor Pantaleo Corvino warf Gilardino vor, in letzter Zeit unmotiviert gewesen zu sein.

„Die Wahrheit ist, dass ich mich nie gehen ließ und drei Jahre lang alles für Fiorentina gegeben habe“, verteidigt sich der Weltmeister von 2006.

Gegenwart statt Vergangenheit

Viel mehr will er darüber nicht sprechen, die Vergangenheit lässt der Stürmer lieber ruhen: „Ich bevorzuge es, an die Gegenwart zu denken. Und das ist diese neue Herausforderung bei einem der ältesten Klubs Italiens.“

„Ich werde in einem wundervollen Stadion spielen und jeden Tag dieses Abenteuers genießen. Ich bin heiß darauf, meine Sache gut zu machen“, ist Gilardino, der einen Fünfjahres-Vertrag unterschrieben hat, motiviert.

Unter einem neuen Trainer

Der Kicker aus dem Piemont ist übrigens nicht der einzige Neuling beim Verein. Kurz vor Weihnachten wurde auch der Trainer gewechselt.

Anstelle von Alberto Malesani, der nach einem halben Jahr schon wieder gehen musste, betreut nun Pasquale Marino die Mannschaft, die auf Rang zehn überwinterte.

„Er ist ein akribischer Trainer, der oft mit den Spielern spricht“, beschreibt Genoa-Profi Giandomenico Mesto den neuen Coach, der aller Voraussicht nach mit einem 4-3-3-System spielen wird.

Fiorentina sucht Ersatz

Fiorentina ist das herzlich egal. Die „Viola“ sucht unterdessen nach einem Ersatzmann für den abgewanderten Stürmer.

Italienische Medien haben drei Kandidaten ausgemacht, die auf dem Wunschzettel ganz oben stehen sollen.

Es handelt sich um Amauri von Juventus Turin, Catanias Maxi Lopez und Marouane Chamakh von Arsenal. Letzterer stünde jedoch nicht sofort zur Verfügung, ist er doch mit Marokko beim Afrika Cup im Einsatz.

Harald Prantl

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen