Conte und Juventus gehen getrennte Wege

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Antonio Conte ist nicht mehr Trainer von Juventus Turin.

Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, haben sich der italienische Meister und der Erfolgstrainer nach dreijähriger Zusammenarbeit einvernehmlich getrennt.

Die Trennung kommt etwas überraschend, holte der 44-Jährige mit der „Alten Dame“ doch in allen drei Jahren seiner Amtszeit den "Scudetto".

Conte neuer Nationaltrainer?

Dennoch wollte der ehemalige Spieler seinen bis 2015 dauernden Vertrag nicht erfüllen und das, obwohl ihm von Seiten des Klubs eine Gehaltserhöhung (fünf Millionen Euro) versprochen wurde.

Wie die Zeitung aber spekuliert, liegt der Grund für das Ausscheiden des Erfolgstrainers auch an dessen Ambitionen Nationaltrainer zu werden.

Conte gilt als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge von Cesare Prandelli, der sein Amt nach den schwachen Auftritten und dem damit verbundenen Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Brasilien niedergelegt hatte.

Differenzen in der Kaderplanung

Außerdem soll die Transferpolitik des Vereins nicht mit den Vorstellungen des Trainers übereingestimmt haben. Conte zeigte großes Interesse an den Verpflichtungen des Kolumbianers Juan Cuadrado und des Chilenen Alexis Sanchez, doch beide wollten nicht nach Turin.

Außerdem steht Schlüsselspieler Arturo Vidal kurz vor dem Absprung und einem Wechsel zu Manchester United. Conte habe als Prämisse einer Vertragserfüllung ausgegeben, dass der Mittelfeldspieler um jeden Preis gehalten werden müsse. Doch mit den Millionen, die der englische Traditionsklub aus dem Deal mit Adidas lukrierte, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die Juve-Verantwortlichen bei der entsprechenden Summe einknicken werden.

Zwei Nachfolger gehandelt

Als Nachfolger des 44-Jährigen stehen angeblich Massimiliano Allegri und Roberto Mancini hoch im Kurs. Ersterer war bis Jänner diesen Jahres noch Trainer von Ligakonkurrent AC Milan und holte mit den Lombarden 2011 den Scudetto.

Mancini wechselte 2013 nach vier Jahren als Trainer von Manchester City in die Türkei, wo er eigentlich einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben hatte, der aber im Juni vorzeitig in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde.

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