"Es sieht gut aus, aber es ist noch nicht bestätigt"

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Vor etwas mehr als einer Woche vermeldete das deutsche Fachmagazin „kicker“ den Wechsel von Kevin Wimmer vom 1. FC Köln zu Tottenham  Hotspur als fix.

Der Transfer sei „beschlossene Sache“, Spieler und Klubs seien sich einig.

Doch bis zum heutigen Tag fehlt eine offizielle Bestätigung des Deals, der den Geißböcken zwischen sechs und sieben Millionen Euro einbringen soll.

Und dies wird wohl auch nicht vor Saisonende passieren, wie der ÖFB-Teamspieler im Gespräch mit LAOLA1 verrät.

„Es sieht gut aus, aber es ist eben noch nicht bestätigt. Die Gespräche laufen. Wenn das Ganze über die Bühne gehen würde, wäre es eine super Sache“, gibt sich der 22-Jährige etwas zurückhaltend.

Nachsatz:  „Die Saison dauert nicht mehr lange. Im Interesse der Klubs und auch in meinem möchte ich jetzt einmal die Saison in Ruhe zu Ende spielen. Wir stecken ja mit Köln noch ein bisschen im Abstiegskampf. Darauf will ich mich voll konzentrieren.“

Klubs feilschen um Ablösesumme

Zudem spießt sich der Transfer entgegen ersten Meldungen noch ein wenig am lieben Geld. „Die zwei Vereine müssen sich noch wegen der Ablösesumme einigen. Da gibt es noch Verhandlungsbedarf“, so Wimmer.

Trotz allem ist sich der Oberösterreicher sicher, im Sommer auf der Insel zu landen. „Ich glaube, dass es bestimmt nicht am Finanziellen scheitern wird.“

Er ist sich mit den Spurs  jedenfalls einig.

Der Tabellensiebente der Premier League ist bereits seit einige Zeit hinter dem Ex-LASK-Akteur her, der nach der Saison 2011/12 ablösefrei und lediglich für eine Ausbildungsentschädigung von 200.000 Euro zum damaligen Zweitligisten in die Domstadt übersiedelte.

Erste Gespräche vor Weihnachten

Tottenham-Coach Maurico Pochettino hätte den Innenverteidiger nämlich schon gerne im Winter geholt.

„Die ersten Gespräche gab es vor Weihnachten, weil ich schon zum Transferschluss im Winter kommen hätte sollen. Es war ein großes Interesse vorhanden. Es wäre eine Chance gewesen, aber eigentlich wollte ich nicht während der Saison den Klub verlassen“, gesteht Wimmer.

Nach Saisonende will er das. „Für mich ist der Transfer ein großer Schritt. Ein Schritt, bei dem ich mich weiterentwickeln kann. Deswegen möchte ich das in Anspruch nehmen.“

Die Entscheidung, den 1. FC Köln und Trainer Peter Stöger zu verlassen, ist ihm allerdings alles andere als leicht gefallen.

Kein Wunder.

In Köln unumstritten

Unter der Leitung des ehemaligen Austria-Meistmachers avancierte der Defensivmann zum Stammspieler. Im Kölner Aufstiegs-Jahr stand er seit der siebenten Runde in der Startelf und verpasste nur mehr zwei Begegnungen verletzungsbedient.

Heuer, in der Bundesliga, ist er gar nicht mehr aus der ersten Elf wegzudenken. Einzig das Duell gegen Dortmund in der 25. Runde fand aufgrund einer Rotsperre ohne den zehnfachen U21-Teamspieler statt – ansonsten bestritt er alle Begegnungen über 90 Minuten.

„Ich habe Köln sehr viel zu verdanken. Ich weiß, was ich in den letzten drei Jahren mit der Mannschaft geschafft habe. Ich habe mich auch erst herankämpfen müssen, hatte zu Beginn eine schwierige Zeit. Jetzt läuft es so, wie ich mir das vorgestellt habe. Besser könnte es nicht sein. Ich mache jedes Spiel von Anfang an.“

„Möchte mich weiterentwickeln“

Dennoch steht der Entschluss, seine Zelte in der Rhein-Metropole abzubrechen und sich einer neuen Herausforderung zu stellen, fest.

„Ich bin jemand, der sich immer wieder weiterentwickeln möchte. Deswegen wäre England der nächste Schritt.“

Denn die Premier League kann für ihn mit der deutschen Bundesliga mithalten. „Ich spiele jetzt in Deutschland. Das ist so ziemlich die beste Liga der Welt. Die englische Premier League ist die einzige, die da mithalten kann. Für mich wäre die englische Liga eine große Herausforderung. Dort kann man sich weiterentwickeln, weil man sehr gefordert wird.“

Außerdem: „Ich bin Fan des englischen Fußballs. Es wäre ein großer Traum, zu einem Topverein wie Tottenham  zu wechseln.“

Ein Traum, der schon bald Realität werden wird.

 

Martin Wechtl

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