Scharner nach "Leibchen-Skandal" unter Beobachtung

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Es ist ein absolutes Spitzenspiel der englischen Premier League, und doch wird der Fokus auf der Wiederbegegnung von Patrice Evra und Luis Suarez liegen.

Denn das Duell zwischen Meister Manchester United und Liverpool am Samstag ist das erste Aufeinandertreffen der beiden, seitdem Liverpool-Stürmer Suarez seinen Kontrahenten im Oktober rassistisch beleidigt hatte.

Noch vor Anpfiff soll es zu einem Shakehands kommen.

Erst am Montag nach Sperre zurückgekehrt

Suarez fasste für die Verwendung des Wortes "negro" eine Sperre von acht Spielen aus und war erst am Montag beim 0:0 gegen Tottenham wieder ins Team zurückgekehrt.

Liverpool-Trainer Kenny Dalglish hatte nach dem Zwischenfall zusätzlich Öl ins Feuer gegossen und erklärt, die Sperre hätte nicht verhängt werden dürfen.

Sportlich geht es für ManUnited darum, den Zweipunkteabstand auf Stadtrivalen City, der am Sonntag bei Aston Villa gastiert, zu halten bzw. zu verkleinern.

Liverpool liegt einen Punkt hinter Arsenal auf Rang sieben, muss danach trachten, den Rückstand auf die Europacupplätze (bis fünf) nicht zu groß werden zu lassen.

Letztes Henry-Spiel für "Gunners"

Arsenal wiederum gastiert bei Sunderland, Thierry Henry wird dabei sein letztes Ligaspiel für die "Gunners" bestreiten.

Wie Trainer Arsene Wenger am Freitag erklärte, müsse der von Red Bull New York ausgeliehene Routinier in der kommenden Woche nach dem Champions-League-Spiel beim AC Milan wieder in die USA zurückkehren.

"Ich hätte ihn liebend gerne noch zwei Wochen hier gehabt", sagte Wenger über den Franzosen, der zwischen 1999 und 2007 bei Arsenal kickte und im Jänner bei seinen fünf Auftritten für Arsenal zwei Treffer erzielte.

Scharner unter besonderer Beobachtung

Österreichs England-Export Paul Scharner bestreitet mit West Bromwich Albion am Sonntag das Black-Country-Derby bei den Wolverhampton Wanderers.

Der ÖFB-Teamspieler steht dabei unter besonderer Beobachtung. Dass er beim Heimsieg über die "Wolves" im vergangenen Oktober seine Dress lüftete und darunter ein T-Shirt mit einem eigentlich harmlosen West-Brom-Logo offenbarte, brachte ihm das Missfallen des gegnerischen Coaches Mick McCarthy sowie des Verbands ein.

T-Shirt für einen guten Zweck

"Ich habe eine schriftliche Verwarnung des Verbandes bekommen", erklärte Scharner, "es wäre riskant, das neuerlich zu tun."

Das T-Shirt war laut Scharner eine Kreation seiner Kinder, Kopien dieser Vorlage werden nun zugunsten der Organisation Debra, die sich um Schmetterlingskinder kümmert, verkauft.

"Wir haben bereits 600 Stück verkauft und 4.500 Pfund (umgerechnet 5.381 Euro) erlöst", sagte Scharner.

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