Tottenham gegen Arsenal - Bale gegen Walcott

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Beide sind 23 Jahre alt, beide sind pfeilschnell und beide sind Superstars bei Londoner Premier League Klubs.

Theo Walcott und Gareth Bale. Der Engländer und der Waliser stehen sich am Sonntag im North-London-Derby gegenüber.

Bei der Partie geht es nicht nur um Prestige und Ehre, Arsenal und Tottenham kämpfen auch um die Startplätze für die Champions League. Hinter den beiden Manchester-Klubs streiten die beiden Erzrivalen gemeinsam mit Chelsea um den begehrten dritten und vierten Platz.

Der Nachfolger van Persies

Die großen Trümpfe im Wettstreit um die UCL-Plätze heißen Walcott und Bale. Mit elf bzw. 15 Toren sind sie die Topscorer der beiden Teams.

Vor allem Walcott hat sich in dieser Saison bei den „Gunners“ endgültig zum Führungsspieler gemausert. Zu seinen elf Volltreffern kommen auch noch zehn Assists. Damit hat er so etwas wie die die Nachfolge von Robin van Persie eingenommen.

In gewisser Weise kam Walcott der Abgang des niederländischen Stürmerstars auch zugute. Denn nur dadurch durfte der englische Nationalspieler in dieser Saison öfters als Mittelstürmer auflaufen. Die Position, auf der er sich am wohlsten fühlt. Denn der Rechtsfuß sieht sich selbst als echter „Striker“. Am rechten Flügel, seinem eigentlichen Stammgebiet, kommt er seiner Meinung nach zu wenig oft zum Abschluss.

Dieselben Wurzeln

Die Diskussionen, wo Walcotts Stärken am besten genützt werden können, spielten auch eine große Rolle im Poker um einen neuen Vertrag. Nach zähen Verhandlungen einigte er sich schließlich doch noch mit Arsene Wenger und den anderen Arsenal-Verantwortlichen. Das frühere Supertalent, das 2006 als 16-Jähriger mit England zur WM nach Deutschland fuhr, unterschrieb einen hochdotierten Kontrakt bis 2016.

Im Gegensatz zu Walcott war Bale 2006 noch weitgehend unbekannt. Obwohl beide 23-Jährigen bei demselben Klub in den Profi-Fußball hineinschnupperten. Als zweitjüngster Spieler der Geschichte machte Bale am 17. April 2006 sein Debüt für Southampton. Nur Walcott war bei seinem ersten Einsatz für die „Saints“ noch jünger.

Doch während der eine zu Arsenal ging, sicherte sich Erzrivale Tottenham die Dienste des anderen. Die „Spurs“ sollten es nicht bereuen. Mittlerweile gehört Bale zu den gefürchtetsten Linksaußenspielern der Welt.

Vergleiche mit Ronaldo

„Er ist schnell, wuchtig, technisch stark und hat einen außerordentlichen Schuss mit dem linken Fuß“, meint der renommierte britische Journalist Jonathan Wilson über Bale. Manche vergleichen ihn gar mit Cristiano Ronaldo, doch davon will der Waliser selbst nichts wissen: „Ich orientiere mich nicht an Ronaldo. Ich habe meinen eigenen Stil, auch wenn es einige Ähnlichkeiten gibt.“

Seit mehr als zwei Jahren spielt Bale nun mittlerweile auf Top-Niveau. Unvergessen bleibt sein Hattrick in der Champions League am 20. Oktober 2010 bei der 3:4-Pleite gegen Inter Mailand, nach 0:4-Rückstand und Rot gegen Goalie Heurelho Gomes wohlgemerkt.

Der beste Bale aller Zeiten

Dennoch spielt Bale derzeit wohl auf einem noch höheren Level, als damals. In den letzten vier Spielen erzielte er nicht weniger als sechs Treffer. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat Coach Andre Villas-Boas.

„Andre gibt uns gewisse Freiheiten, doch er macht auch viel taktische Arbeit mit uns. Ich denke, das ist sehr wichtig. Wir spielen eine gute Saison und das liegt sowohl an unserem Angriff, als auch an unserer Defensive“, lobt Bale seine Mitspieler, die mit Arsenal noch eine Rechnung offen haben.

Denn das erste North-London-Derby der Saison verlor Tottenham mit 2:5.


Jakob Faber

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