Tottenham sägt Redknapp ab

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Tottenham hat sich gemausert.

Als Harry Redknapp die „Spurs“ im Oktober 2008 übernahm, hatten sie gerade einmal vier Punkte Vorsprung auf das Tabellenende.

Am Ende der Saison rangierten sie auf dem achten Platz. Es folgten die Endplatzierungen vier, fünf und vier.

Nach 1.329 Tagen

Doch das war nicht genug. Denn der 65-Jährige ist als Trainer der Londoner Geschichte. Das teilte der Klub am Donnerstag mit. 1.329 Tage dauerte die Zusammenarbeit.

Nach einem Gespräch mit Klub-Boss Daniel Levy am Mittwoch-Abend war klar, dass sich die Wege trennen würden. Das hat mehrere Gründe.

Sportlich nicht vollauf zufrieden

Obwohl die Klub-Verantwortlichen mit der sportlichen Entwicklung der Mannschaft durchaus zufrieden waren, doch die schwache Schlussphase der Saison mit nur vier Siegen aus 13 Spielen stieß ihnen dann doch sauer auf.

Zudem wollten die Nordlondoner zum zweiten Mal nach 2010/11 in der Champions League spielen. Zwar qualifizierte sich Tottenham auf sportlichem Weg mit dem vierten Platz dafür, doch aufgrund Chelseas CL-Triumphs muss sich der Verein nun doch mit der Europa League begnügen.

Die Teamchef-Sache

Soweit zum Sportlichen. Im Hintergrund waren es jedoch auch andere Dinge, die für Verstimmung sorgten. So etwa die ewig andauernde Teamchef-Diskussion auf der Insel. Nach dem Abgang Fabio Capellos galt Redknapp als Favorit auf den Posten.

Der Coach tat auch mehrere Male öffentlich kund, dass er den Job gerne übernehmen würde. Am Ende machte jedoch Roy Hodgson das Rennen. Die Tottenham-Bosse sollen über die wochenlange Unruhe, die während des Entscheidungsprozesses des Verbands geherrscht hatte, nicht gerade angetan gewesen sein.

Kein neuer Vertrag

Zum endgültigen Aus kam es schließlich, weil Redknapp auf einen neuen Vertrag pochte. Der Kontrakt des 65-Jährigen wäre im Sommer 2013 ausgelaufen. „Es ist nicht leicht, wenn die Spieler wissen, dass man nur noch ein Jahr Vertrag hat“, sagte er erst vergangene Woche.

Doch Levy war nicht bereit, seinem Trainer einen neuen Vertrag anzubieten. Also folgte die vorzeitige Trennung. Hinzu kamen Unstimmigkeiten in Sachen Transferpolitik.

Moyes ist Favorit

Und wie es im englischen Boulevard so Usus ist, schwirren die ersten Namen schon herum, wenn es um Redknapps Nachfolge geht.

Laut „Daily Mirror“ ist David Moyes der Wunschkandidat der „Spurs“. Der 49-Jährige leistet seit März 2002 bei Everton ausgezeichnete Arbeit.

Der Schotte hat bei den „Toffees“ noch ein Jahr Vertrag und soll über die Transferpläne der Liverpooler nicht sonderlich glücklich sein. Es ist durchaus vorstellbar, dass er den Klub nach etwas mehr als einem Jahrzehnt verlässt.

Auch Wigans Roberto Martinez, US-Teamchef Jürgen Klinsmann, der bei Chelsea gescheiterte Portugiese Andre Villas-Boas und der arbeitslose Spanier Rafa Benitez werden als mögliche Kandidaten genannt.

Was macht Redknapp?

Und wie geht es mit Redknapp weiter?

Angeblich ist der Engländer als Teamchef von Katar im Gespräch. Als wahrscheinlichste Variante gilt jedoch, dass er sich vorerst einmal eine Pause gönnt.

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