Fergusons "schlimmster Tag"

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Mancini: "Bis dahin ist United besser"

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Sir Alex Ferguson sprach von seinem „schlimmsten Tag“ und Fußball-Historiker machten sich daran, die Geschichtsbücher umzuschreiben.

Der sensationelle 6:1-Auswärtssieg Citys im Manchester-Derby ist auf der Insel Gesprächsthema Nummer eins.

Erstmals seit 1926

Zum ersten Mal seit 1926 bejubelten die „Citizens“ im Duell mit ihrem Erzrivalen sechs Treffer und egalisierten damit ihren höchsten Erfolg in der Derby-Geschichte.

Für die „Red Devils“ war es unterdessen die höchste Niederlage in der Geschichte der Premier League. Zudem haben sie seit 1955 im Old Trafford keine so schlimme Pleite mehr einstecken müssen.

Kritik an Evans

Die Demütigung der Hausherren hatte ihren Ursprung in der 47. Minute, als Jonny Evans wegen Torraubs an Mario Balotelli vom Platz gestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:1.

„Man sollte einen Gegner nicht an der Strafraumgrenze foulen. Er ist jung, aber er hätte Balotelli ziehen lassen sollen“, kritisierte Ferguson seinen Schützling. Nach Roy Keane ist er übrigens der erst zweite ManUtd-Profi, der im Old Trafford zwei Mal Rot sah.

"Es war verrückter Fußball"

„Der Ausschluss hat uns umgebracht. Wir haben mit zehn Mann weiterhin attackiert – es war verrückter Fußball und hat mit einer Peinlichkeit geendet“, analysierte Ferguson.

Doch der Schotte versprach: „Wir werden reagieren, keine Frage.“

Mancini zurückhaltend

Erstaunlich zurückhaltend gab sich unterdessen City-Manager Roberto Mancini. „United ist immer noch ein Yard über uns zu stellen und wir können das nur ändern, wenn wir den Titel gewinnen. Danach ist das vielleicht anders, aber bis dahin ist United besser als wir“, so der Italiener.

Die sechs Treffer seien zwar toll, aber „am Ende sind es drei Punkte und nicht sechs“.

Lob für Balotelli

Darüberhinaus sprach Mancini auch über Balotelli, der mit einem Doppelpack zu glänzen wusste: „Ich hoffe für ihn, und den Fußball im Allgemeinen, dass der Tag kommt, an dem er einen Sinneswandel vollzieht. Danach wird er einer der drei besten Spieler der Welt, wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.“

Sein Landsmann und Schützling sei jetzt schon zu den fünf besten Kickern der Welt zu zählen, ließ Mancini ausrichten.

Ferguson war das naturgemäß ziemlich egal, er hatte ganz andere Sorgen: „Ich kann das Ergebnis nicht glauben. Ich glaube, dass ich auch als Spieler nie 1:6 verloren habe. Auch für mich ist das eine Herausforderung.“

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