Ein Niederländer in Topform

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Der 5:3-Sieg Arsenals bei Chelsea setzte die Torflut in den Top-Spielen der Premier League fort.

Woran das liegen könnte, gibt auch Arsene Wenger Rätsel auf.

„Eine gute Frage. Liegt es am Umstand, dass so viele gute Offensivspieler auf dem Feld stehen oder daran, dass die Teams versuchen, Tore zu erzielen und deshalb aufmachen? Oder liegt es daran, dass die Top-Teams defensiv fragiler sind?“, fragt sich der Manager der „Gunners“.

Das schaffte nur Kanu

In diesem Fall sollte dieser Trend aber sein Schaden nicht sein. Vielmehr durfte er sich darüber freuen, dass es seiner Truppe gelang, fünf Treffer an der Stamford Bridge zu erzielen.

Das gelang zuletzt dem FC Liverpool bei dessen 5:2-Erfolg im Dezember 1989. Zudem fuhren die Nordlondoner erstmals seit 30. November 2008 einen Auswärtssieg bei den „Blues“ ein. Beim damaligen 2:1 erzielte Robin van Persie einen Doppelpack.

Diesmal gelangen dem Niederländer gleich drei Treffer. Vor dem Chelsea-Publikum ein Kunststück, dass bislang einzig Nwankwo Kanu im Oktober 1999 vollbrachte.

Van Persie "on fire"

Ein weiteres Indiz dafür, dass der Arsenal-Kapitän derzeit in absoluter Topform agiert. 2011 bejubelte der 28-Jährige in 27 Ligaspielen unglaubliche 28 Tore. In der laufenden Saison liegt er mit zehn Treffern an der Spitze der Schützenliste.

„Er ist on fire und profitiert von seiner Klasse. Wir greifen viel an und kreieren viele Chancen. Die Intelligenz seiner Bewegungen rund um den Strafraum und die Präzision seiner Abschlüsse sind außergewöhnlich“, streute Wenger seinem Schützling Rosen.

Somit ist van Persie einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass es bei Arsenal nach dem verpatzten Start in die Saison steil bergauf geht. Acht der vergangenen neun Pflichtspiele konnten die Hauptstädter für sich entscheiden.

Die Neuzugänge kommen an

Wenger begründet den Aufwärtstrend damit, dass die zahlreichen Neuzugänge immer besser mit der Spielweise des Klubs zurecht kommen würden.

„Wir mussten den Spielern erst zeigen, wie wir spielen wollen. Nun macht uns jeder Sieg stärker. Die Spieler gewöhnen sich an unseren Spielstil und werden immer besser“, erklärte der französische Coach.

Chelsea will sich nicht ändern

Weniger zu lachen hatte freilich Chelsea. Doch Trainer Andre Villas Boas wollte die Niederlage nicht überbewerten: „Das war nur eine Niederlage, eine wichtige Niederlage, mehr aber auch nicht.“

Die offensive Philosophie, mit der die „Blues“ auftreten, will der Portugiese jedenfalls beibehalten: „So spielen wir eben. Wir sind stolz darauf und müssen nur einige Dinge korrigieren.“

Der Weg für weitere Top-Festivals bei Spitzenspielen scheint also geebnet.

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