"Wenn ein Team immer gewinnt, ist das nicht gut"

Aufmacherbild
 

Zufrieden mit Velden am Wörthersee als Location für das aktuelle Trainingscamp seiner Mannschaft hat sich am Dienstag Chelsea-Trainer Jose Mourinho gezeigt.

"Unsere Erwartungen haben sich bestätigt", sagte der Portugiese bei einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Peter Kaiser und Kärnten-Werbung-Geschäftsführer Christian Kresse im Schlosshotel, wo das Team untergebracht ist.

Beste Bedingungen in Velden

Die Spieler des Chelsea FC bereiten sich in dieser Woche in Kärnten auf die kommende Saison in der englischen Premier League vor, der "kompetitivsten Liga der Welt", wie Mourinho meinte.

In der Liga gebe es sechs Topteams, die alle den Titel erringen könnten. Allerdings: "Wenn ich nicht an den Meistertitel für Chelsea glauben würde, könnte ich auch heim gehen."

In Sachen Champions League sagte Mourinho, dass man nach dem Erreichen des Semifinales "um eine Erfahrung reicher" sei. Dennoch glaubt er, dass auch andere Klubs, die viel in Training und Spielerkäufe investieren, wieder stärker sein werden als in der vergangenen Saison.

Natürlich werden die Trainingscamps hoch professionell vorbereitet, "viele Hotels möchten mit uns zusammenarbeiten". In Velden finden die Fußballer "beste Trainingsbedingungen".

Testspiel gegen WAC

Die Fans und Schaulustigen, die bisher bei den Sessions zugesehen haben, seien "nicht laut" gewesen, hätten das Training nicht gestört und mit Autogrammwünschen höflich bis nach dem Training gewartet, sagte Mourinho - insgesamt gebe es genügend Privatsphäre.

Ein weiterer Pluspunkt in Mourinhos Augen: Bis zum Trainingsplatz, der "Waldarena" dauert die Fahrt nur fünf Minuten.

Für den Dienstagnachmittag war noch eine Trainingssession im Klagenfurter EM-Stadion geplant. Dort wird der Chelsea FC auch am Mittwoch in einem Freundschaftsspiel auf den Kärntner Vertreter in der Bundesliga, den Wolfsberger AC treffen.

"Alle meine Spieler sind meine Spieler"

Auf Nachfrage ließ sich der Startrainer auch ein paar Wortspenden zum österreichischen Fußball entlocken. Als große Spieler früherer Generationen nannte er "Krankl, Prohaska, Polster", derzeit bester österreichischer Fußballer sei jedenfalls David Alaba.

Bei Inter Mailand habe er selbst ja mit Marko Arnautovic zusammengearbeitet, der auch weiterhin sein Spieler bleibe, so Mourinho. "Ich habe keine 'früheren Spieler'. Alle meine Spieler sind meine Spieler."

Einen weiteren Titel für Red Bull Salzburg würde Mourinho ungern sehen. "Wenn ein Team immer gewinnt, ist das nicht gut." Aber nicht Salzburg solle deshalb schlechter spielen, die anderen Klubs müssten sich ins Zeug legen und besser werden.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen