Die Men 2 Watch der Premier League

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Das Warten hat bald ein Ende. Die neue Saison der Premier League steht vor der Tür.

Neben den Superstars werden die Fans auch einige neue beziehungsweise weniger bekannte Spieler zu Gesicht bekommen.

Doch wer spielt sich 2015/16 dauerhaft ins Gedächtnis der Fußball-Welt? Kandidaten gibt es viele. LAOLA1 hat fünf potenzielle Shooting-Stars herausgepickt.

 

Jeff Reine-Adelaide (17, Arsenal)

Beim Emirates Cup, Arsenals jährlich stattfindendem Vorbereitungsturnier, war er die Entdeckung schlechthin. „Jeff ist etwas Besonderes. Er ist ein großartiges Talent und als er in die Partie kam, hat er das gezeigt. Ich weiß nicht, wie ich mit 17 gespielt habe, aber so sicher nicht“, gerät selbst Arsene Wenger ins Schwärmen. Der 17-jährige Außenstürmer verzauberte mit seinen leichtfüßigen Dribblings die Zuschauer. Zudem lieferte er den Assist zu Theo Walcotts Tor beim 1:0 gegen Wolfsburg. Dank seiner eindrucksvollen Vorstellungen in der Vorbereitung darf sich Reine-Adelaide nun Hoffnungen auf regelmäßige Joker-Einsätze bei den „Gunners“ machen. Dabei war der Franzose, der im Winter aus der Jugendakademie des RC Lens kam, eigentlich lediglich für den Kader der zweiten Mannschaft vorgesehen.

 

Andreas Pereira (19, Manchester United)

Wenn der mit Talenten gesegnete brasilianische Verband einen Jung-Fußballer von einem anderen Land abwirbt, dann muss es sich dabei um einen ganz besonderen Spieler handeln. Bis zur U18 lief der in Belgien geborene Andreas Pereira für sein Geburtsland auf, doch mittlerweile geht der offensive Mittelfeldspieler für die Heimat seiner Eltern auf Trefferjagd. Bei der U20-WM in Neuseeland sorgte er im Finale (1:2 gegen Serbien) für das brasilianische Ehrentor. Wenige Wochen später legte der 19-Jährige für seinen Klub auf der US-Tour weitere Talentproben ab. Gegen die San Jose Earthquakes durfte er sogar über ein Joker-Tour jubeln. Gut möglich, dass der Spielmacher in dieser Saison zum Shooting Star der „Red Devils“ mutiert.

 

Joe Gomez (18, Liverpool)

4,9 Millionen Euro überwies Liverpool für ihn in diesem Sommer an Charlton Athletic. Der versatile Defensivspieler könnte nach nur 24 Einsätzen für den Zweitligisten bereits am ersten Spieltag gegen Stoke sein Premier-League-Debüt feiern. Zumindest wenn es nach den meisten englischen Medien geht. Sie rechnen damit, dass Coach Brendan Rodgers den 18-Jährigen als Linksverteidiger ins kalte Wasser wirft. „Die Innenverteidigung ist meine Hauptposition, aber ich kann auch rechts oder links auflaufen, wenn der Trainer glaubt, dass ich dem Team dort helfen kann“, so Gomez, der seine technisch feine, gleichzeitig aber robuste Spielweise auch im englischen U19-Nationalteam zum Besten gibt.

 

Bertrand Traore (19, Chelsea)

18 Tore erzielte der Stürmer letzte Saison für Chelsea-Farmklub Vitesse Arnheim. Keine schlechte Marke für einen 19-Jährigen. Nach 18 Monaten in den Niederlanden hat der jüngste Nationalspieler Burkina Fasos (Debüt mit 15 Jahren) nun endlich die Arbeitserlaubnis für Großbritannien erhalten. Trainer Jose Mourinho kündigte an, den ehemaligen Auxerre-Nachwuchsspieler auf keinen Fall ausleihen zu wollen. „Es ist schön, vom Trainer unterstützt zu werden, aber ich muss erst beweisen, dass ich es verdiene, hier zu sein“, erklärt Traore. Schenkt ihm Mourinho das Vertrauen, wäre er der erste Burkiner, der in der Premier League zum Einsatz kommt. Damit hätte er seinem bei der Admira spielenden Nationalteam-Kollegen Issiaka Ouedraogo etwas voraus.

 

 

 

Reece Oxford (16, West Ham)

Am 2. Juli 2015 schrieb Reece Oxford Geschichte. Mit seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Alter von 16 Jahren und 198 Tagen brach er einen Uralt-Rekord von Billy Williams, der 1922 der bis dato jüngste West-Ham-Debütant gewesen war. Das 3:0 gegen den andorranischen Klub Lusitanos war sein erstes von mittlerweile drei Europa-League-Qualifikationspartien, die der gelernte Innenverteidiger durchspielte. Aufgrund seiner Größe wird er jetzt schon mit Rio Ferdinand verglichen – einer von vielen Stars, die in der Akademie der Hammers groß geworden sind. Oxford will in ihre Fußstapfen treten. „Wir können nur hoffen, dass er uns nicht von einem größeren Klub weggekauft wird“, sagte Sam Allardyce. Bis dato geht der Wunsch des Ex-Trainers in Erfüllung. Erst im Jänner hat Oxford trotz kolportierter Angebote von ManUnited, Liverpool, Arsenal und Chelsea bei West Ham einen neuen Vertrag unterschrieben.

 

Jakob Faber

 

*Folgende "Kriterien" muss ein Spieler erfüllen, um als "Man 2 Watch" in Frage zu kommen:
- Einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt (u.a.: keine Österreicher, keine zweistelligen Millionentransfers).
- Erste volle Saison in einer der Top-5-Ligen (nicht mehr als 20 Startelf-Einsätze).
- Aussicht auf regelmäßige Einsätze.
- Noch nie "Man 2 Watch" gewesen

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