Martial kann Ablösesumme selbst nicht fassen

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Fast 80 Millionen Euro für einen 19-Jährigen, der 74 Spiele auf Profi-Ebene absolvierte, dabei 15 Tore erzielte und noch auf sein Nationateam-Debüt wartet?

Verrückt und beängstigend. Und das sagen nicht wir, sondern Anthony Martial selbst.

"Es ist wahr, die Ablöse beträgt 78 Millionen"

Es war der umstrittenste Transfer des Sommers, als Manchester United kurz vor Transferschluss nahezu willkürlich mit Zehn-Millionen-Euro-Paketen um sich warf, um das Talent vom AS Monaco loszueisen.

Wahnwitzige Summen kursierten um diesen Wechsel - und sie scheinen ihren Weg in den Blätterwald keineswegs aus dem Reich der Spekulationen genommen zu haben.

"Es ist wahr, die Ablöse für Martial beträgt 78 Millionen Euro. Der Betrag beinhaltet Bonuszahlungen, die sehr realistisch sind", wird Monaco-Vize-Präsident Vadim Vasilyev von der "Sun" zitiert.

"Eigentlich war Martial unverkäuflich, das war überhaupt nicht geplant. Seit letzter Woche hatte United Angebote abgegeben, die alle abgelehnt wurden: 30, 40, 50, sogar 70 Millionen. Am Sonntag kam ein Angebot, das der Spieler nicht ablehnen konnte und er bat uns, eine Lösung zu finden. Montagmorgen gab United dann ein Gebot ab, dass auch der Klub nicht ausschlagen konnte", schildert Vasilyev.

Geldregen auch für Martials Jugend-Klub

Selbst ihm ist die enorme Summe, die nun auf das Konto der Monegassen wandert, nicht geheuer. "Das ist absolut einzigartig. Das ist der Preis von Luis Suarez oder Neymar - der besten Spieler der Welt. Der englische Fußball ist auf einem anderen finanziellen Level und wenn Manchester United entscheidet, jemanden zu kaufen, dann ist es schwierig, sie zu stoppen", analysiert der Russe.

Die fürstliche Summe lässt im Übrigen auch CO Les Ulis jubeln. Der Sechstligist, bei dem Martial kickte, bevor er im Alter von 14 Jahren in die Akademie von Olympique Lyon wechselte, kassiert rund 370.000 Euro. Damit ist das Budget des Klubs für "vier oder fünf Jahre" gesichert, frohlockt Les-Ulis-Coach Mamadou Niakate.

"Das ist verrückt"

Martial, der sich aktuell mit dem französischen Nationalteam auf die Spiele in Portugal und gegen Frankreich vorbereitet, zeigt sich im Camp von Les Bleus selbst ungläubig, was seine Ablöse betrifft.

"Das ist verrückt für einen Spieler in meinem Alter. Meine Familie hat sogar ein bisschen Angst bekommen, als sie den Betrag gesehen hat", gibt der teuerste Teenager der Fußball-Historie zu.

Dass sein Neo-Sturmpartner Wayne Rooney ihn bislang nicht kannte, bezeichnet der 19-Jährige als "normal". Rooney musste sich bei den aufkommenden Gerüchten um eine Martial-Verpflichtung erst bei United-Kollege Morgan Schneiderlin erkundigen, wer dieser junge Bursche eigentlich sei.

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