Jürgen Klopp wird Trainer des FC Liverpool

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Der nächste Trainer des FC Liverpool wird Jürgen Klopp heißen.

Das berichten deutsche und englische Medien übereinstimmend.

Noch am Donnerstagabend wird der 48-Jährige in der Hafenstadt erwartet, wo bereits ein Hotelzimmer für ihn reserviert ist.

Der Klub hat für Freitag (11 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz angesetzt, um eine "große Ankündigung" zu tätigen.

Mit dem bewährten Gespann

Liverpool soll indes die Assistenztrainer Sean O'Driscoll und Gary McAllister, die das Team zuletzt nach dem Aus von Brendan Rodgers interimistisch betreuten, von ihrer Aufgabe entbunden haben.

Zunächst hatten die "Reds" noch darauf bestanden, das Duo in das neue Trainerteam zu integrieren.

Klopp beharrte allerdings auf sein bewährtes Gespann mit Zeljko Buvac und Analyst Peter Krawietz.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich ein Deal zwischen den beiden Parteien abgezeichnet, zumal auch kaum ein anderer Name im Rennen um diesen begehrten Trainer-Job fiel.

Ancelotti auch kein wirkliches Thema

Carlo Ancelotti, bis Sommer Trainer bei Real Madrid, war noch so einer, doch auch der wurde von englischen Medien wie folgt zitiert: "Mit mir hat es keinen Kontakt gegeben. Sie wollten immer Klopp."

Mit "sie" meinte Ancelotti die Fenway Sports Group, die Liverpool vor fünf Jahren übernahm und der auch die Boston Red Sox (MLB) gehören.

Ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Laut "Bild" unterschreibt Klopp für drei Jahre und soll zehn Millionen Euro im Jahr verdienen.

Die Parallelen zu seiner letzten Station, Borussia Dortmund, sind dabei unübersehbar.

Ein strauchelnder Top-Klub mit enthusiastischer Fan-Basis - das war Dortmund auch 2008. In drei Jahren formte Klopp eine Meister-Mannschaft, die 2012 ihren Titel verteidigte.

Gelingt Klopp wieder der Turnaround?

2013 verloren die Borussen das Champions-League-Finale im Londoner Wembley gegen Bayern München knapp 1:2.

Vor zehn Jahren gewann Liverpool diesen Titel dank einer historischen Aufholjagd gegen den AC Milan - es stand zur Pause noch 0:3, am Ende gewannen die Engländer das Elfmeterschießen mit 3:2.

Doch der letzte Meistertitel liegt mit 25 Jahren schon lange zurück.

Aktuell rangieren die "Reds" auf Rang zehn, nach einem 1:1 beim FC Everton kam das Aus für Brendan Rodgers.

Klopps Sabbatical findet damit ein jähes Ende, sein Debüt geht kommenden Samstag (17.10.) an der White Hart Lane gegen Tottenham über die Bühne.

Keine großen Investitionen geplant

Laut "Mirror" will der Deutsche dabei ohne größere Investition die Liverpooler in der Liga nach oben führen.

"Klopp hat den Reds-Bossen gesagt, dass er mag, was er auf DVDs von der Mannschaft gesehen hat und dass nur wenige kleine Schritte im Transferfenster im Jänner nötig sind", so das Blatt am Donnerstag.

Nach Felix Magath, der mit Fulham 2014 abstieg, wird Klopp der erst zweite deutsche Trainer in der Premier League.

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