Nur die Tore fehlen

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Zum Abschluss des 3. Premier-League-Spieltags lieferten sich Arsenal und Liverpool ein packendes Duell, in dem nur die Treffer fehlten.

Nach 90 chancenreichen aber torlosen Minuten, in denen das Momentum mehrfach wechselte, trennten sich die beiden Großklubs 0:0. Auch weil Coutinho und Alexis Sanchez das Aluminium im Wege stand.

Ausfälle bei Arsenal

Ohne Koscielny, der mit muskulären Problemen passen musste, und den kurzfristig erkrankten Per Mertesacker, fehlte den Gunners nicht nur Routine, sondern auch Stabilität. Die Defensive um die Ersatzmänner Gabriel Paulista und Calum Chambers wirkte mehrfach überfordert.

Bereits nach zwei Minuten brannte es erstmals lichterloh, als sich Benteke rechts durchtankte und Coutinho bediente, der das Leder an die Latte zimmerte.

Doppeltes Aluminium von Coutinho

Auf der Gegenseite blieb den Arsenal-Fans der Jubel ebenso im Halse stecken, wie dem vermeintlichen Torschützen Aaron Ramsey. Der Waliser wurde vom Gespann um Schiedsrichter Michael Oliver zurückgepfiffen - wohl eine hauchdünne Fehlentscheidung.

Kurz vor der Pause konnte sich Routinier Petr Cech auszeichnen und aus kürzester Distanz gegen Christian Benteke retten. Coutinho tanzte Augenblicke später noch Hector Bellerin aus und visierte das lange Eck an, doch Cech drehte die Kugel mit den Fingerspitzen gerade noch an die Stange.

"Es war einer dieser Tage, an denen ich immer zur rechten Zei am rechten Ort war", sollte Cech nach der Partie trocken analysieren.

Zur Pause hatten die Reds bereits elf Torschüsse auf ihrem Konto, Arsenal hielt mit deren vier dagegen.

Nach der Pause kommt Arsenal

Nach dem Seitenwechsel agierte Liverpool deutlich defensiver und verlor dadurch den Schwung der ersten 45 Minuten. Arsenal übernahm nach und nach das Kommando und setzte durch Sanchez das erste Ausrufezeichen im zweiten Durchgang. Nach einem Solo scheiterte der Chilene an der Stange.

Es war dies der Auftakt zu einer Drangphase der Hausherren. Erst rutschte Giroud knapp an einer Ramsey-Hereingabe vorbei, wenig später sorgte der Franzose für Elfmeteralarm. Dejan Lovren berührte Giroud minimal, der Stürmer strauchelte leicht und brachte den Ball so nicht am glänzend reagierenden Liverpool-Keeper Mignolet vorbei.

In der Schlussphase erfing sich Liverpool wieder ein wenig, gab sich dann aber auch mit dem Punkt zufrieden und überstand die letzten gefährlichen Standardsituationen unbeschadet.

Liverpool vorne dabei, Arsenal Neunter

Brendan Rodgers zeigte sich nach Schlusspfiff zufrieden. "Wir waren herausragend. Ein wirklich gutes Spiel und zu Null gegen ein Top-Team", zog der Reds-Coach ein positives Fazit.

Liverpool hält nun nach drei Runden bei sieben Zählen und liegt punktegleich mit Überraschungsteam Leicester City und Manchester United an Rang drei. Manchester City thront als einziges Team mit drei Siegen an der Spitze.

Arsenal ist mit vier Punkten auf Tabellenplatz neun zu finden.

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