Deal oder kein Deal?

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100-Millionen-Euro Mann - Real buhlt um Gareth Bale

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"Deal oder kein Deal?" Diese Frage dürfte Daniel Levy zuletzt auf seinem imposanten Anwesen in Hertfordshire nördlich von London den Schlaf geraubt haben. Ja oder Nein?

Der Boss des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur muss entscheiden, ob er seinen Superstar Gareth Bale für eine Rekordsumme an Real Madrid verkauft oder darauf pocht, dass der walisische Internationale zumindest noch eine Saison auf der Insel bleibt.

Der von den "Königlichen" angestrebte Wechsel des 24-Jährigen ginge als teuerster Transfer in die Geschichte ein. Real-Präsident Florentino Perez soll laut englischen Medienberichten 95 Millionen Pfund bieten (110,03 Millionen Euro), die spanische "Marca" titelte am Dienstag auf Seite eins sogar:

"Wahnsinn: 145 Millionen". Dies dürfte zwar zu hoch gegriffen sein, doch auch so würde Bale "Weltrekordhalter" Cristiano Ronaldo wahrscheinlich übertreffen. Der Portugiese war 2009 für 96 Millionen Euro von Manchester United zu Real gewechselt.

Verpflichtung von Bale für Perez ein Muss

Um die Rekordsumme nicht komplett überweisen zu müssen, will Perez am liebsten die Real-Akteure Angel di Maria und Fabio Coentrao verrechnen und ins Flugzeug nach Heathrow setzen.

Selbst der deutsche Nationalspieler Sami Khedira könnte laut "El Mundo" im Zuge dessen nach London wechseln.

Die Verpflichtung von Bale ist für Perez ein Muss. Im ständigen Kampf mit Erzrivale FC Barcelona will er nach "Barcas" spektakulärer Verpflichtung des Brasilianers Neymar auf dem Transfermarkt zurückzuschlagen.

Bei der Präsentation des neuen Trainers Carlo Ancelotti hatten die Fans ihre Meinung bereits kundgetan: "Hol Bale", riefen sie dem Präsidenten im Santiago Bernabeu zu. Ein Treffen zwischen Spurs-Boss Levy und Perez stehe in den nächsten Tagen an.

Bale will sich Traum erfüllen

Der 100-Millionen-Euro-Mann selbst hat sich öffentlich noch nicht geäußert. Sein Kontrakt in London läuft noch bis 2016. Eine Ausstiegsklausel gibt es nicht, wohl aber ein Versprechen von Levy, dass Bale bei einem Angebot von Real wechseln dürfe.

Vieles spricht daher dafür, dass es in den Verhandlungen zu heftigen Diskussionen kommen wird. Die englischen Zeitungen sind sicher: Bale wird kämpfen, um seinen Real-Traum zu verwirklichen.

Großer Star in Premier League

Der Ausnahmekicker ist einer der größten Stars der Premier League. Sein Abschied wäre ein immenser Rückschlag für die Champions-League-Ambitionen des Tabellenfünften der vergangenen Saison. "Mit oder ohne Bale - Titelkandidat oder Nobody?", schrieb der "Daily Mirror".

In seiner sechsten Saison bei den Spurs hatte der Profi zuletzt in 33 Partien 21 Tore erzielt.

Bale räumte fast alle Auszeichnungen ab, die es zu gewinnen gab, und wurde gleich mehrfach zum Spieler der Saison gewählt. Bale sei ein Champions-League-Spieler bei einem Europa-League-Teilnehmer, hieß es in der "Daily Mail". Ein Wechsel sei deswegen der richtige Schritt.

Spurs-Manager ein "harter Hund"

"Er kommt zu uns, nicht heute oder morgen, aber er kommt", sagten Real-Sprecher am Dienstag der "El Mundo". Angeblich soll Bale 9,8 Millionen Euro pro Saison verdienen. So viel wie Ronaldo. Trotzdem sollten sich die Spanier nicht zu sicher sein.

Spurs-Boss Levy ist ein harter Hund. Oft blieb er stur und trotz sehr hohen Summen bei einem Nein. Nicht selten ließ er Spieler und Vereine bis zur letzten Minute der Transferperiode zittern, um den höchst möglichen Gewinn zu erwirtschaften. Auch diesmal liegen offenbar noch ein paar schlaflose Nächte vor ihm, aber auch vor Perez und Bale.

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