RB Leipzig schafft den Sprung in den Profi-Fußball

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Rasenballsport Leipzig schaffte am Sonntag den Sprung in den Profi-Fußball.

Der deutsche Red-Bull-Satellitenklub setzte sich in der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga mit einem Gesamtscore von 4:2 gegen die Sportfreunde Lotte durch.

Nachdem der Regionalliga-Nordost-Meister das Hinspiel souverän mit 2:0 gewann, verlief das Rückspiel in Lotte höchst dramatisch.

Turbulenter Spielverlauf

Lotte-Kapitän Tobias Willers bereits in der 26. Minute in Front.

Nach dem Seitenwechsel wurde den Hausherren das vermeintliche 2:0 wegen Handspiels aberkannt, Lotte drückte aber weiter auf den zweiten Treffer. RB-Keeper Fabio Coltori musste einige Male rettend eingreifen.

Es dauerte bis in die Nachspielzeit, ehe Dennis Schmidt (95.) - von der unsortierten RB-Hintermannschaft um Niklas Hoheneder unbedrängt - doch noch zum 2:0 traf und Lotte in die Verlängerung hievte.

In dieser wurde ausgerechnet Torschütze Willers zum tragischen Helden.

Das Eigentor (95.) des Lotte-Kapitäns brachte Leipzig auf Aufstiegskurs. Stefan Kutschke, der nach Wolfsburg wechselt, setzte in der 110. Minute per Elfmeter den Schlusspunkt.

Hände schütteln, Schultern klopfen

Ralf Rangnick, seit vergangenem Sommer Sportdirektor für die Fußball-Projekte von Red Bull in Salzburg und Leipzig, zitterte erst auf der Tribüne mit und war dann einer der ersten Gratulanten auf dem Feld.

Der 54-Jährige schüttelte die Hände aller Spieler und Betreuer, ehe er in den diversen Interviews Komplimente austeilte.

Das hörte sich unter anderem so an: „Als wir in der Nachspielzeit in Rückstand gerieten, waren wir psychologisch im Nachteil. Aber die Mannschaft konnte das Spiel drehen und wieder ungeschlagen bleiben“, so Rangnick, der auf die eindrucksvolle Bilanz von Rasenball Leipzig verwies.

In Salzburg nicht erfolgreich

„Wir sind die einzige Mannschaft in Deutschland – und wahrscheinlich in ganz Europa -, die in einer gesamten Saison in Bewerbs- und Testspielen ungeschlagen geblieben ist. Das Team hat sich gegen alle Widerstände behauptet, deshalb freut es mich ganz besonders, dass sie es geschafft hat.“

Der Aufstieg war auch für das gesamte Fußball-Projekt von Red Bull wichtig, wie Rangnick betont.

„In Salzburg waren wir nicht ganz so erfolgreich, was unsere Ziele betrifft. Umso mehr freut es mich, dass wir dieses Ausrufezeichen setzen konnten. Jetzt wäre es noch wichtig, dass wir mit Liefering den Aufstieg in die Erste Liga schaffen.“

Rangnick zum FC Everton?

Dass er danach wie mehrfach kolportiert zurück ins Trainerfach und nach Everton wechselt, davon wollte und will der Sportdirektor nichts wissen.

„Das sollte gerade heute kein Thema sein“, so Rangnick, der nicht müde wird zu betonen, dass man „nicht alles ernst nehmen darf“, was die Medie schreiben.

Ein Dementi hört sich jedoch anders an – gerade an so einem fußballerischen „Freudentag“ für Red Bull.

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