Dortmund strebt nach dem Double

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Beide Trainer wollen ihren ersten Pokal-Triumph

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Mit dem Spitzenduell der beiden vergangenen Jahre geht am Samstag die nationale Fußball-Saison in Deutschland zu Ende. Im Berliner Olympiastadion kämpfen Meister Borussia Dortmund und Vizemeister Bayern München um den DFB-Pokal.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes, auf dessen Team eine Woche später mit dem Champions League-Finale in München gegen Chelsea noch das ganz große Highlight wartet, sieht seine Elf in der Außenseiterrolle.

"Der amtierende Meister mit Rekordergebnis ist normalerweise Favorit", sagte Heynckes. "Aber so wie ich vor Madrid sehr zuversichtlich war, dass wir in das Endspiel der Champions League einziehen, so bin ich sehr zuversichtlich für das morgige Spiel."

Die Dortmunder wollen ihren Fans am Sonntag natürlich neben der Meisterschale auch den Pokal präsentieren. LAOLA1.tv überträgt die Meisterfeier des BVB am Sonntag ab 18 Uhr LIVE (in Österreich und der Schweiz). In Deutschland ist die Feier unter korso2012.meinbvb.de zu sehen.

Beide Coaches wollen ihren ersten Pokal

Über 74.000 Zuschauer werden im ausverkauften Berliner Olympiastadion die Partie sehen, die in über 150 Länder übertragen wird.

"Für mich ist es das außergewöhnlichste Fußballspiel in Deutschland. Wir werden morgen so auftreten, als wäre es Wembley oder Wimbledon oder was auch immer. Ein ganz besonderer Moment; den gedenken wir auszukosten", schwärmte Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, der erstmals im DFB-Pokal-Finale steht.

Auch Routinier Heynckes wartet noch auf seinen ersten Gewinn des Potts als Coach. "Mir würde der Pokal schon viel bedeuten", räumte der 67-Jährige ein.

"Bayern hat es schon ein paar Mal geschafft, wir noch nie. Das ist ein riesen Ansporn - für die Mannschaft, für mich, für uns alle. Ein Sieg in Berlin würde die überragende Saison krönen", meinte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc, dessen Team zuletzt viermal in Folge gegen die Bayern gewonnen hat.

Mit oder ohne Alaba?

Zorc glaubt nicht, dass die Gedanken der Bayern schon beim Champions-League-Finale sind. Bei David Alaba sicher nicht. Der 19-jährige Österreicher ist wie auch Badstuber und Luis Gustavo im CL-Finale gesperrt und hat daher am Samstag seinen Saisonabschluss für die Bayern.

Offen ist allerdings, ob Heynckes wie zuletzt schon die CL-Formation einlaufen lässt oder Alaba wie zumeist im Frühjahr als linker Außenverteidiger einläuft.

Bayerns Mittelfeldregisseur Bastian Schweinsteiger könnte seinen sechsten Cupsieg feiern und mit Rekordsieger Oliver Kahn gleichziehen. Allerdings ist der Teamspieler vorsichtig.

"Für uns wird es das schwerste und härteste Pokal-Finale, seitdem ich Profi bei Bayern bin, also seit zehn Jahren". Aber "wenn wir mit der Leidenschaft wie in Madrid, mit der Mentalität und Laufbereitschaft spielen, dann ist es schwer gegen uns zu gewinnen", sagte Schweinsteiger.

Drei Österreicherinnen im Pokalfinale

Vier Stunden vor den Männern gehen die Frauen von Bayern München mit den Österreicherinnen Carina Wenninger, Viktoria Schnaderbeck und Laura Feiersinger auf den Pokal los. Die Bayern-Frauen treffen um in Köln auf den 1. FFC Frankfurt. Erstmals in der Geschichte hat ein Verein damit die Chance, bei Männern und Frauen den Pokal zu holen.

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