Skripniks Mission beginnt im DFB-Pokal

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Schon an seinem dritten Arbeitstag wartet auf Viktor Skripnik eine Stolperfalle.

Doch anstatt nervös blickt der neue Trainer von Werder Bremen seiner ersten Prüfung mit Gelassenheit entgegen. "Ich bin froh, dass es direkt losgeht.

Da haben die Spieler keine Zeit, über unsere Situation nachzudenken", sagte der Ukrainer vor dem DFB-Pokalspiel am Dienstag beim Chemnitzer FC.

Frings: "Wie ein Angstgegner"

Ein Sieg beim ambitionierten Tabellenvierten der dritten Liga soll für den 44-jährigen Ex-Werder-Profi und seinen Assistenten Torsten Frings der erste Schritt in eine bessere Zukunft werden. "Das ist wie ein Angstgegner, weil jeder erwartet, dass wir hoch gewinnen", erklärte er seine Sicht der Dinge: "Aber ich erwarte, dass meine Jungs mit breiter Brust auf den Platz gehen werden." Das, obwohl die Mannschaft mit den beiden österreichischen Teamspielern Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl in der Liga nach neun Runden sieglos am Tabellen-Ende liegt.

Trotz kurzer Eingewöhnungszeit könnte Skripnik am Dienstag für die erste Überraschung sorgen. Jeder Spieler werde bei ihm eine neue Chance bekommen, betonte der bisherige U23-Coach, der am vergangenen Samstag Robin Dutt nachgefolgt war. "Alle sind gespannt auf den neuen Trainer und haben trainiert wie Kaninchen. Jeder hat versucht, keine Fehler zu machen", erklärte Skripnik grinsend.

Chemnitz hat bereits Mainz ausgeschaltet

Werder sollte jedenfalls gewarnt sein: In der ersten Runde schossen die defensivstarken Sachsen bereits den FSV Mainz 05 aus dem Pokal. 1992 schaltete der damalige Zweitligist im Viertelfinale schon einmal die Bremer aus und zog sensationell ins Halbfinale ein.

Der Einzug ins Achtelfinale wäre auch aus wirtschaftlichen Gründen wertvoll. 527.000 Euro zahlt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dafür als Prämie aus den Fernseheinnahmen. In der ersten Runde hatte jeder Verein 140.000 Euro erhalten, jetzt fließen weitere 268.000 Euro für die zweite Partie.

Köln gegen Duisburg

Die Enttäuschungen aus der Liga mit vier Niederlagen in Folge will auch Borussia Dortmund im Cup beiseiteschieben. Der dreifache Pokalsieger (1965, 1989, 2012) gastiert beim FC St. Pauli

Der 1. FC Köln von Trainer Peter Stöger bekommt es mit dem Cup-Spezialisten MSV Duisburg zu tun, der schon viermal im Finale gestanden ist. Abseits vom Tagesgeschäft hat Kölns Vereinspräsident Werner Spinner die Ziele klar festgelegt: Verbleib in der Bundesliga und Abbau der Konzernverbindlichkeiten von derzeit 31,4 Millionen Euro.

Titelverteidiger Bayern München trifft am Mittwoch in Hamburg auf den HSV.

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