Bayern fühlen sich als Nummer 1

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Borussia-Coach Klopp ortet Respekt der Münchner

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Der FC Bayern will im Viertelfinale des DFB-Pokals einen Makel beseitigen.
 
Auf dem Weg zum 16. nationalen Cup-Titel stellt sich am Mittwoch (20.30 Uhr) Borussia Dortmund in den Weg.
 
Die Dortmunder bereiteten den in dieser Saison schier unbesiegbaren Münchnern in der jüngsten Vergangenheit wenig Freude.
 
Dem Sieg im Supercup-Finale im vergangenen August steht ein 2:5 verlorenes Cup-Finale 2012 sowie zuletzt fünf Bundesliga-Partien ohne Münchner Erfolg gegenüber.
 
Alaba wieder in der Start-Elf
 
Der Respekt auf beiden Seiten vor dem Prestigeduell ist groß. 17 Zähler Vorsprung haben die Münchner als designierter Meister in der Bundesliga, im vorweggenommenen Cup-Endspiel soll der Grundstein für eine weitere Trophäe nach zwei mageren Jahren gelegt werden.
 
Der am Wochenende gegen Bremen geschonte David Alaba wird wieder in der Start-Elf der Bayern aufscheinen. In der zweiten Mittwoch-Partie (19.00) hoffen Martin Harnik und Raphael Holzhauser mit dem VfB Stuttgart gegen Zweitligist Bochum auf den Sprung ins Halbfinale.
 
Gerade die derzeitige Stärke des Rekordmeisters soll Titelverteidiger Dortmund im Cup zur eigenen Höchstleistung treiben.
 
"Es reicht, Bayern München als Gegner zu haben und zu wissen, dass wir einer von wenigen Vereinen auf dem Planeten sind, die die Bayern schlagen können", sagte Jürgen Klopp, der seine Truppe nicht mehr speziell motivieren muss.
 
Dortmunds Trainer ortete bei seinem Team psychologische Vorteile: "Wir haben gemerkt, dass der Respekt der Bayern vor uns größer geworden ist."
 
Lewandowski darf wieder spielen
 
Während Dortmund mit dem nach einer Sperre zurückkehrenden Torjäger Robert Lewandowski, Spekulationsobjekt für den Münchner Angriff, in Bestbesetzung antritt, müssen die Bayern Franck Ribery ersetzen.
 
Der Franzose ist gesperrt, seinen Part an der linken Flanke wird Arjen Robben übernehmen. Der ob seiner Reservistenrolle zuletzt missmutige Niederländer hat gegen Dortmund keine guten Erinnerungen: Im April 2012 verschoss Robben beim 0:1 in der Liga einen Elfmeter und verspielte damit praktisch die Meisterschaft.
 
Daran will der Flügelspieler ebenso nicht mehr zurückdenken wie an das 2:5 verlorene Pokalfinale einen Monat später. "Wir werden alles geben. Jeden Zentimeter Rasen müssen wir auffressen", sagte Robben vor dem neuerlichen Duell mit der Borussia.
 
Bayern sehen sich als Nummer eins
 
Insgeheim sehen sich die Bayern nämlich trotz ihrer aktuell schlechten Bilanz gegen den Dauerrivalen der vergangenen Jahre als Nummer eins.
 
Für Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist demnach klar: Er möchte sein Team am 1. Juni im Berliner Olympiastadion einlaufen sehen.
 
"Es geht um einen Titel, deswegen müssen wir gewinnen", betonte Rummenigge.
 
Bayern feiern 113. Geburtstag
 
Bayerns Trainer Jupp Heynckes hob die Bedeutung des Spiels hervor. Er wollte sich mit der Negativbilanz nicht beschäftigen: "Das spielt für mich überhaupt keine Rolle, in diesem Jahr haben wir eine andere Situation", sagte der 67-Jährige.
 
Für die Bayern geht es auch darum, sich exakt 113 Jahre nach der Gründung am 27. Februar den Geburtstag nicht vermiesen zu lassen. Gratulanten wären vorhanden: 71.000 Zuschauer werden in der Allianz Arena dabei sein, 250.000 Tickets hätten die Münchner verkaufen können.

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