Werder immer tiefer in der Krise

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Ausfälle und Fehler machen Werder zu schaffen

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Werder Bremens verbliebene Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg ist die Schwäche der Konkurrenz.

Nach dem siebenten sieglosen Spiel in Serie in der deutschen Fußball-Bundesliga klammert sich der Arbeitgeber der Österreicher Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic und Richard Strebinger an jeden Strohhalm.

"Zum Glück hat Augsburg nicht gewonnen", war der mit Abstand am meisten geäußerte Satz nach dem völlig unnötigen 0:2 am Samstag gegen den FC Schalke 04.

Der Blick auf Augsburg

Mit 31 Zählern nach 28 Runden stagniert der einstige Europacup-Dauergast auf Tabellenplatz 14 - nur sieben Punkte vor dem FC Augsburg auf dem Relegationsplatz 16.

Wie sehr die Nerven inzwischen blank zu liegen scheinen, wurde am Samstag in mehreren Situationen deutlich.

Nicht nur die Spieler schielten bang auf Augsburg, das am Ende doch noch 2:4 in Dortmund verlor. Auch durch das Publikum ging bei jedem Zwischenstand auf der Anzeigentafel ein beunruhigtes Raunen.

Durch Augsburgs Niederlage blieb es beim Abstand. "Die Situation hat sich nicht verändert", sagte Trainer Thomas Schaaf. "Sie hat sich aber auch nicht verbessert", fügte er gequält hinzu.

Verletzungspech und Patzer

Dabei wäre das möglich gewesen. Werder spielte mit Prödl und Arnautovic gegen schwache Schalker (Christian Fuchs ab der 70. Minute) gut, aber vor dem Tor zu harmlos.

Dann patzte wieder einmal Assani Lukimya. Wie schon beim 1:1 in der Vorwoche in Mainz schenkte der Innenverteidiger dem Gegner ein Tor.

Diesmal sogar zweifach - vor den Treffern von Julian Draxler und Ciprian Marica. "Wir haben den Gegner ins Spiel gebracht, indem wir die Tore aufgelegt haben", schimpfte Schaaf.

Allzu sehr kritisieren wollten die Bremer den Unglücksraben aber nicht. "Gegenseitige Anschuldigungen wären eine absolute Katastrophe", betonte Prödl.

Aufbauen statt Draufhauen - Schaaf bleibt angesichts des immensen Verletzungspechs ohnehin nichts anderes übrig. Gegen Schalke fehlten zehn Profis, darunter auch Junuzovic. "Eine ganze Mannschaft", stöhnte Schaaf.

"Werder hat sich aufgegeben"

Am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten Düsseldorf dürfte Lukimya bei seinem Ex-Club notgedrungen wieder auflaufen.

Nicht gerade ein Mutmacher für die Werder-Anhänger. Schon nach dem 0:1, spätestens aber nach dem 0:2 gegen den Champions-League-Kandidaten kippte die Stimmung.

Es wurde gepfiffen, der Unmut wuchs sekündlich. Gegen Lukimya, gegen den phlegmatisch spielenden Elijero Elia, aber auch gegen Schaaf gab es einzelne Protestrufe.

Das Beunruhigende war, dass sich diese destruktive Stimmung aufs Feld übertrug. Selbst Schalke-Manager Horst Heldt erkannte: "Werder hat sich aufgegeben."

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