Deutschland vor Topspiel-Wochenende gebannt

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Vier Mannschaften, zwei Spiele, ein Ziel - die "Winterkrone".

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen treten die Top Vier der deutschen Bundesliga gegeneinander an.

Spitzenreiter Borussia Dortmund (29) muss zur punktgleichen Borussia aus Mönchengladbach und der Dritte FC Bayern München (28 Punkte) empfängt Werder Bremen (26).

Nach zwei Niederlagen stehen die Münchner am meisten unter Druck. "Unser Frust muss am Samstag entladen werden - am besten mit einem Sieg", sagte Abwehrmann Holger Badstuber über die Gemütslage im Lager des Rekordmeisters.

Angstgegner Bremen

Franz Beckenbauer forderte nach den Pleiten gegen Dortmund (0:1) und Mainz (2:3), dass sich die Bayern-Profis rund um David Alaba "am Riemen reißen" sollen.

Badstuber kündigte für den Nord-Süd-Schlager Tugenden wie "Beißen und Kratzen" an. Jedoch verlor Bayern gegen kein anderes Team häufiger als gegen Werder (26 Niederlagen).

Und Werder-Chef Klaus Allofs stellte nach den jüngsten Erfolgen genüsslich fest: "Wir sind längst nicht mit den Bayern auf Augenhöhe. Aber wird sind dran."

Pizarro steht vor Comeback

Auf dem erhofften Weg zurück an die Spitze bangt FCB-Feldherr Jupp Heynckes um Mittelfeldantreiber Toni Kroos (Grippe).

Dafür ist Mario Gomez, mit 13 Toren erfolgreichster Schütze der Liga, trotz eines Blutergusses am rechten Schienbein bereit für das Stürmer-Duell mit Claudio Pizarro (11 Tore).

Der Peruaner fehlte Bremen beim 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart wegen einer Knieverletzung. Für Samstag hofft Trainer Thomas Schaaf auf seine Rückkehr. "Es sieht gut aus", sagte der Coach.

Borussen-Duell als Topspiel

Doch das Top-Spiel der 15. Runde bestreiten diesmal andere: Die "Mönche", bei den der am Knie verletzt gewesene Martin Stranzl am Mittwoch wieder das Training aufgenommen hat, empfangen Ligaprimus Dortmund.

Noch nie standen einander die beiden Vereine in dieser Tabellenkonstellation gegenüber.

"Der Zweite trifft auf den Ersten, das Überraschungsteam fordert den amtierenden Meister - ich bin sehr gespannt", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Sehr selbstbewusst geben sich die seit acht Spielen unbesiegten Gäste.

Respekt vor Gladbach

"Das Potenzial des Gegners ist uns bewusst, und von unserem eigenen Potenzial sind wir überzeugt", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Dass beim Gegner der wichtigste Mann, Teamspieler Marco Reus (Zehenbruch), ausfällt, findet er sogar schade.

"Wir würden gerne gegen die besten Gladbacher gewinnen, darum wäre es schön, wenn er dabei wäre", meinte Klopp schmunzelnd.

Magath will Schweigen brechen

Wenig geredet wurde zuletzt beim VfL Wolfsburg. Felix Magath bestrafte seine Spieler nach schlechten Leistungen mit Missachtung.

Doch vor dem Heimspiel gegen Tabellennachbarn FSV Mainz 05 mit den beiden Teamspielern Andreas Ivanschitz und Julian Baumartlinger will er sein Schweigen brechen.

"Ich gehe davon aus, dass ich meine Mannschaft auf Mainz einstelle", sagte der 58-Jährige.

Bundesliga-Kost für deutsche "Eurofighter"

SC Freiburg will gegen Hannover 96 (Samuel Radlinger, Emanuel Pogatetz, Daniel Royer) im vierten Spiel in Serie unbesiegt bleiben.

Schlusslicht FC Augsburg tritt erst am Sonntag beim Europa-League-Teilnehmer FC Schalke 04 (Christian Fuchs) an.

Ein Heimspiel hat auch der VfB Stuttgart (Martin Harnik) gegen den 1. FC Köln und 1. FC Kaiserslautern (Marco Knaller, Clemens Walch) gegen Hertha BSC (Marco Djuricin).

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