Veh verlässt das sinkende Schiff

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Armin Veh tritt als Coach des VfB Stuttgart zurück

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Nach der 0:1-Heim-Niederlage gegen den FC Augsburg beendet Armin Veh nach nur knapp fünf Monaten seine Tätigkeit als Trainer bei Bundesliga-Schlusslicht VfB Stuttgart.

"Armin Veh hat uns am gestrigen Abend in einem persönlichen Gespräch über seine Entscheidung informiert. Er ist der Überzeugung, dass ein Wechsel auf der Trainerposition notwendig ist, um in die Erfolgsspur zurückzufinden", sagte Präsident Bernd Wahler einen Tag nach dem 0:1 im Heimspiel gegen Augsburg.

"Wir respektieren seine Entscheidung, obwohl wir auch nach dem gestrigen Spiel von ihm und seiner Arbeit überzeugt waren.“

"Schwer gefallen"

"Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen, weil mir der Verein und die Mannschaft am Herzen liegen. Letztlich musste ich aber so handeln, weil ich von der Richtigkeit dieses Schritts überzeugt bin. Die Mannschaft ist besser als der Tabellenplatz, neun Punkte aus zwölf Spielen sind einfach zu wenig. Dafür bin ich verantwortlich“, erklärt Veh, der nach der Pleite am Sonntag zu Protokoll gab, nach Niederlagen nicht mehr schlafen zu können.

"Uns und mir fehlte einfach auch das notwendige Quäntchen Glück in vielen knappen Spielen. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft schon bald wieder punkten wird", fügt er hinzu.

"Ich danke der Vereinsführung, insbesondere dem Präsidenten, für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Und es ist mir ein besonderes Anliegen, mich bei den Fans zu bedanken. Sie haben uns phantastisch unterstützt", verabschiedete sich der 53-Jährige.

Noch kein Nachfolger fix

Ein Nachfolger (der vierte VfB-Coach seit Beginn der letzten Saison) von Veh stand zunächst nicht fest. Gegen Freiburg werden am Freitag die beiden Assistenten Armin Reutershahn und Reiner Geyer als Betreuer fungieren. Wie Präsident Wahler betonte, soll der neue Chefcoach aber "so schnell wie möglich" gefunden sein. Als Kandidat ist bereits Berti Vogts im Gespräch. Der 67-Jährige arbeitete bis Oktober als Teamchef von Aserbaidschan, in der Bundesliga hat er zuletzt vor über 13 Jahren Bayer Leverkusen (2000/2001) betreut.

Veh, mit dem der VfB 2007 den bisher letzten deutschen Meistertitel der Clubgeschichte gefeiert hatte, war im Sommer von Eintracht Frankfurt zum Arbeitgeber der ÖFB-Teamspieler Martin Harnik und Florian Klein gewechselt.

Es ist nicht der erste Rücktritt Vehs: Auch 2003 gab er in Rostock nach einem schwachen Saisontart und vier Niederlagen in Serie auf.

 

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