Wähle deine Top-Elf der Saison 2012/13

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Die Bundesliga feierte ihr 50-Jahre-Jubiläum - herausgekommen ist eine Rekord-Saison.

Der FC Bayern absolvierte die beste Spielzeit in der Geschichte und schloss nach 34 Begegnungen mit 91 Punkten ab.

Satte 25 Zähler hatte Vorjahres-Champions Borussia Dortmund am Ende Rückstand.

Dominieren die Bayern?

Wenngleich die Münchner insgesamt die beste Mannschaft stellten, stachen auch bei der Konkurrenz zahlreiche Profis hervor, die sich mit guten Leistungen in die Auslage spielten.

Nun seid ihr gefragt: Wer waren aus eurer Sicht die besten Spieler der abgelaufenen Saison? Stellen die Bayern das Gros der Top-Elf oder schlagen hier der BVB, Schalke und Co. zurück?

TORHÜTER

Rene Adler: In einer insgesamt durchwachsenen Saison war Rene Adler eine der wenigen positiven Ausnahmen in den Reihen des HSV. Mit Glanzparaden en masse kämpfte er sich zurück ins Nationalteam.

Oliver Baumann: Der 22-Jährige war einer der wichtigsten Bausteine im Konzept von Christian Streich. Trotz seiner Jugend agierte der deutsche U21-Nationaltorhüter stets abgebrüht.

Alexander Manninger: Wurde als Notnagel geholt und avancierte zum absoluten Leistungsträger. Auch mit 35 Jahren noch längst kein altes Eisen. Ein Hauptgarant für die tolle Rückrunde der Augsburger.

Manuel Neuer: Wer einen Rekord von Oliver Kahn auslöscht, muss ein Großer sein. Nur 18 Gegentreffer bekam der FC Bayern in der abgelaufenen Saison - ein Allzeit-Rekord. Neuer wurde selten geprüft, war dann aber (meist) zur Stelle.

Roman Weidenfeller: Seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Dem 32-Jährigen unterläuft so gut wie nie ein folgenschwerer Fehler. Der vielleicht beste deutsche Torhüter aller Zeiten, dem kein Länderspiel vergönnt war.

 

INNENVERTEIDIGER

Dante: Stark am Boden, stark in der Luft, dazu technisch beschlagen. Dante erwies sich für die Bayern als echter Volltreffer und übernahm spätestens nach dem ersten Kreuzbandriss von Holger Badstuber die Rolle als Abwehrchef.

Benedikt Höwedes: Der Schalker gewann 64 Prozent seiner Zweikämpfe. Ob zentral oder als rechter Verteidiger: Höwedes war stets ein ruhender Pol, der die Mannschaft führte und so maßgeblich zur CL-Quali beitrug.

Mats Hummels: Nicht ganz so souverän wie in den beiden Meisterjahren und dennoch ein Kandidat für die Top-Elf - ein Beweis dafür, in welcher Liga der Dortmund inzwischen spielt. Vor allem als Führungspersönlichkeit gereift.

Martin Stranzl: Mit 71 Prozent gewonnener Zweikämpfe bester Gladbacher. Der ehemalige österreichische Nationalspieler ist das Um und Auf in der Defensive der "Fohlen", allerdings auch verletzungsanfällig.

Neven Subotic: Seine Quote von 67 Prozent liegt deutlich über jener von Hummels (60), zudem hatte kein Dortmunder mehr Ballkontakte als er pro Spiel (81,56). Der Serbe hat sich auch im Spielaufbau leicht verbessert.

AUSSENVERTEIDIGER

David Alaba: Zum Saisonstart verletzt (Ermüdungsbruch), startete der 20-Jährige im Spätherbst durch. Kongenialer Partner von Franck Ribery auf Bayerns linker Seite. Seine Vorstöße sind Gift für den Gegner.

Daniel Carvajal: Kam im vergangenen Sommer von Real Madrid und schlug sofort ein. Am Spanier ist auf Leverkusens rechter Seite kein Vorbeikommen. Nicht umsonst erwägen die "Königlichen", den 21-Jährige per Rückkaufoption erneut nach Madrid zu holen.

Philipp Lahm: Ohnehin seit Jahren auf Top-Niveau, hat Bayerns Kapitän 2012/13 noch eine Schippe draufgelegt. Sein Offensivdrang wurde mit elf Assists (Karriere-Bestwert) belohnt. Blieb allerdings ohne Torerfolg.

Lukasz Piszczek: Steht Lahm in nichts nach und kommt auf zehn Vorlagen sowie zwei Treffer. Der Pole hat nach seiner überragenden Saison den Level gehalten und bewiesen, dass er einer der Besten weltweit auf seiner Position ist.

Marcel Schmelzer: Benötigte etwas Anlaufzeit, um in die Saison zu finden. Im Frühjahr wieder ganz der Alte. Gefährlich bei Standards, dazu einer der lauffreudigsten Außenverteidiger der Liga.

 

DEFENSIVES MITTELFELD

Lars Bender: Der Dauerläufer (spult regelmäßig die meisten Kilometer ab) wird immer torgefährlicher. Drei Treffer und sechs Assists sprechen eine deutliche Sprache.

Ilkay Gündogan: Bekommt Lob von allen Seiten - und das zurecht! Der 22-Jährige ist Taktgeber im Spiel der Borussia und hat sich einen Platz im (18-Mann-)Kader von Joachim Löw erarbeitet.

Javi Martinez: Ackert und rackert unermüdlich und beendete seiner persönliche Bundesliga-Premierensaison ohne Niederlage (27 Einsätze). Der Spanier versteht sich blind mit Bastian Schweinsteiger und nimmt positiv Einfluss auf das Spiel des FCB.

Sebastian Rode: Speziell in der Hinrunde ein Garant für Frankfurts Erfolg, hat Rode sich für höhere Aufgaben empfohlen. Der 22-Jährige soll sich mit dem FC Bayern längst einig sein über einen Wechsel.

Bastian Schweinsteiger: Das Herz im Spiel der Bayern. Agiert nicht nur als Denker und Lenker des Meisters, sondern hat auch seine Torgefahr wiederentdeckt. Sieben Treffer und fünf Assists sprechen eine klare Sprache.

OFFENSIVES MITTELFELD

Kevin de Bruyne: An ihm lag es nicht, dass Werder eine katastrophale Saison hinlegte. Mit zehn Treffern und neun Assists darf sich die Leihgabe "Topscorer" seiner Mannschaft bezeichnen.

Diego: Dank zahlreicher Geniestreiche des Filigrantechnikers landeten die "Wölfe" im Niemandsland der Tabelle, was den Ansprüchen freilich nicht genügt. Nicht auszudenken, was mit dem VfL passiert wäre, hätte Diego keine zehn Treffer und acht Assists verbucht.

Mario Götze: Vielleicht das größte Talent, das Dortmund je hervorbrachte. Trickreich, wendig, torgefährlich - schlicht ein Alleskönner. Kein Wunder, dass er Wunschspieler von Neo-Bayern-Trainer Pep Guardiola ist.

Szabolcs Huszti: Wo wäre Hannover wohl gelandet, hätte sich der Ungar im Februar nicht schwer verletzt ... Pure Spekulation - Fakt ist hingegen, dass er bis dahin eine grandiose Saison spielte. In 21 Einsätzen konnte er neun Treffer und elf Assists verbuchen.

Toni Kroos: Der 23-Jährige ist in der abgelaufenen Saison gereift und hat sich zu einem echten Leistungsträger entwickelt. Just in jener Zeit, als er seine Bestform erreicht, bedeutete ein Muskelbündelriss das vorzeitige Saisonende.

 

LINKES MITTELFELD

Julian Draxler: Der 19-jährige ist die personifizierte Hoffnung beim FC Schalke 04. Ob auf links (Hinrunde) oder zentral (vorwiegend in der Rückrunde) - Draxler gehörte meist zu den Besten seines Teams.

Hiroshi Kiyotake: Der Japaner zauberte in der Hinrunde und trieb den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg so manche Freudenträne ins Gesicht. Im Frühjahr zwischenzeitlich nicht ganz so stark, beim "Club" aber längst nicht mehr wegzudenken.

Marco Reus: Von Eingewöhnungsphase hat der 24-Jährige wohl noch nichts gehört. War nach seinem Wechsel im Sommer von Beginn an einer der stärksten Dortmunder und trug sich 14 Mal in die Torschützenliste ein.

Franck Ribery: Sorgte für viele magische Momente in dieser Saison, zuletzt mit seinem herrlichen Volley-Treffer gegen Gladbach. Mit 15 Assists ist der bester Vorlagengeber der Bundesliga. Ribery gehört zu den Spielern, die den Unterschied ausmachen.

Andre Schürrle: Ein wichtiger Baustein im Erfolgskonzept Bayer Leverkusens. Der Teamspieler glänzte als Vollstrecker (elf Tore), aber auch als Vorbereiter (sieben Assists). Bei Chelsea steht er ganz oben auf dem Wunschzettel.

RECHTES MITTELFELD

Stefan Aigner: Von der 2. Liga (1860) in die erste (Frankfurt) - für den 25-Jährige nicht das geringste Problem. Aigner wirbelte am rechten Flügel und sorgte für so manch verdutztes Gesicht bei seinen Gegenspielern. Neun Tore, sieben Vorlagen!

Jakub Blaszczykowski: Mediel im Schatten von Lewandowski, Reus und Götze. Auf dem Platz mindestens ebenbürtig. Der Pole hat 24 Scorer-Punkte auf der Habenseite.

Jefferson Farfan: Immer wieder verletzt. Wenn er fit ist, einer der Besten in der Liga. Besticht mit toller Technik und Schnelligkeit. Der Peruaner kommt auf je sechs Treffer und Assists in der abgelaufenen Spielzeit.

Thomas Müller: Ein Turbo-Dribbler wie Ribery oder Robben wird er nie. Dafür hat der 23-Jährige einen beneidenswerten Instinkt. Mit 26 Scorerpunkten (13 Tore, 13 Assists" die Nummer eins in den Reihen des FCB.

Jonathan Schmid: Starke Hinrunde, sensationelle Rückrunde. Der 23-Jährige hat in den letzten elf Spielen sieben Tore und drei Assists verbucht und wäre eine echte Bereicherung für das österreichische Nationalteam.

 

STÜRMER

Stefan Kießling: Hat mit 25 Treffern nicht nur für einen Klub-Rekord gesorgt, sondern auch noch die Torjägerkanone gewonnen. Der Bayer-Stürmer ist überdies mit 35 Punkten bester Scorer der Liga.

Robert Lewandowski: Der vielleicht modernste Stürmer in Deutschlands höchster Spielklasse. Immer anspielbar und versprüht permanent Torgefahr. Mit 24 Treffern zweitbester Knipser nach Kießling.

Mario Mandzukic: Ohne die viele Rotation wäre auch er ein Kandidat für den besten Torjäger gewesen. Immerhin 15 Treffer. Der Kroate ist sich auch für die Drecksarbeit nicht zu schade und geht enorm weite Wege.

Heung-Min Son: Hamburgers größte Perle. Der 20-Jährige hat sich auf die Notizzettel zahlreicher Spitzenklubs gespielt und dem HSV zwölf Treffer beschwert. Es wird schwer für die Klammen "Rothosen", ihn zu halten.

Adam Szalai: Der Ungar war für Mainz eine Art Lebensversicherung für den FSV Mainz. Spielte er, holten die 05er im Schnitt 1,34 Punkte. Fehlte er, waren es lediglich 0,6. 13 Treffer sind ein weiteres Argument für Szalai.

TRAINER

Jupp Heynckes: Auch mit 68 Jahren (ältester Bundesliga-Meistertrainer aller Zeiten) kein bisschen amtsmüde. Im Gegenteil: Er hat die Bayern zur derzeit wohl stärksten Mannschaft in Europa geformt und sie zu dieser Rekordsaison gepusht.

Jürgen Klopp: Der Motivationskünstler hat den BVB erneut zu einem Champions-League-Platz geführt und - bedingt durch die im Vergleich zu den Bayern schwache Ersatzbank - das Maximum herausgeholt.

Christian Streich: Der SC Freiburg spielt international - noch Fragen? Streich hat aus dem einstigen Abstiegskandidaten ein Top-Team gefordert. Als Typ ist er ohnehin ein Unikat, das für Freiburg und die ganze Liga eine Bereicherung darstellt.

Armin Veh: Wer einen Aufsteiger wie Eintracht Frankfurt in die Europa League führt, hat Großes vollbracht. Hätte er sich mit der Vertragsverlängerung nicht so viel Zeit gelassen und damit für Unruhe innerhalb des Klubs gesorgt, wäre womöglich noch mehr möglich gewesen.

Markus Weinzierl: Man musste schon ein kühner Optimist sein, um Augsburg nicht frühzeitig nach der Hinrunde abzuschreiben. Der 38-Jährige gehört zu jene Optimisten und hatte stets Vertrauen zu seinen Mannen. Diese dankten es ihm mit dem siebten Platz in der Rückrunde und der Last-Minute-Rettung.

 

ENTTÄUSCHUNG

Es ist enttäuschend genug, dass sich gewisse Herren und Vereine hier wiederfinden, dass wir uns hier nicht weiter ärgern wollen und euch die Entscheidung überlassen, wer eure Nummer eins ist.

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