Kann der "Jahrhundert-Coach" Erfolge wiederholen?

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Das ging schnell. Erst Montag wurde ein Treffen zwischen Schalke-Manager Horst Heldt und Huub Stevens öffentlich, nun haben sich die beiden schon geeinigt.

Der Niederländer wir neuer Coach der Königsblauen.

Dienstag erstes Training

Der 57-Jährige ersetzt damit den donnerstags wegen Burn-Outs zurückgetretenen Ralf Rangnick und trainiert ab sofort Team-Verteidiger Christian Fuchs.

Schon Dienstag Vormittag wird der Schalke-Rückkehrer seine erste Einheit leiten. Nach der Vorstellung beginnt die Vorbereitung auf das Europa-League-Gruppenspiel gegen Maccabi Haifa am Donnerstag.

Dabei war ein Schnellschuss nicht geplant. Vorstands-Boss Clemens Tönnies meinte nach dem abrupten Abgang von Rangnick: "Wir suchen die beste, aber nicht die schnellste Lösung."

Zweigleisige Fahrt

In den letzten Tagen stand auch eine Rückkehr zum HSV im Raum. Stevens galt als aussichtsreicher Kandidat auf den Trainerposten bei den angeschlagenen Nordlichtern.

Doch montags sagte ihm HSV-Sportdirektor Frank Arnesen via Medien ab. Grund dafür waren angeblich die Parallel-Verhandlung von Stevens mit seinem neuen Arbeitgeber.

"Ja, Schalke ist auch im Rennen. Das habe ich ganz ehrlich zu Arnesen gesagt. Ich höre mir alles an", meinte der Star-Coach noch am Montag.

Wiederholung der Erfolgs-Ära?

Eine Einigung war wohl deshalb so schnell möglich, weil Stevens die Gegebenheiten auf Schalke kennt wie seine Westentasche.

Schon von 1996 bis 2002 war Stevens Trainer "auf Schalke".

1997 holte er dabei den UEFA-Cup nach Gelsenkirchen. In zwei packenden Spielen gegen Inter Mailand setzten sich die "Knappen" im Elfmeterschießen durch.

Defensiv-Apostel Stevens

Dabei holte sich Stevens die Herzen der Schalke-Fans. Nach den beiden Cup-Triumphen 2001 und 2002 kürten ihn diese zum "Jahrhundert-Trainer".

Vor allem mit seiner Art machte sich der Holländer beliebt beim Anhang aus dem Ruhrpott. Als akribischer Arbeiter gilt er als einer von ihnen.

"Die Null muss stehen" ist das Erfolgsmotto Stevens'. Der Holländer legt Wert auf defensive Stabilität. Ergebnisorientiertes Denken.

Zwei Jahre in Salzburg

Letztlich war es auch die Spielweise, die dem perfekt deutsch sprechenden Fußballlehrer neben mangelndem Erfolg bei Salzburg zum Verhängnis wurde.

Von Juni  2009 bis April 2011 schwang Stevens das Zepter in der Mozartstadt. Dabei erreichte er den Meistertitel und zweimal die Gruppenphase der Europa League. Im ersten Jahr führte er die Mannschaft mit sechs Siegen in sechs Spielen sogar bis in die Runde der letzten 32.

Nun hat Stevens nach einem halben Jahr also wieder einen neuen Klub gefunden. Dass es ausgerechnet jener ist, mit dem er die größten Erfolge feierte, könnte ein gutes Vorzeichen sein.

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