'Keiner kann FCB Wasser reichen'

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LAOLA1: Besonders im Mittelfeld haben die Bayern ein Überangebot. David Alaba ist als Linksverteidiger gesetzt, würde aber lieber zentral im Mittelfeld agieren. Sie haben selbst auf diversen Positionen gespielt – welchen Rat würden Sie ihm geben?

Salihamidzic: Ich würde ihm ganz einfach raten, beim FC Bayern zu bleiben, zu spielen und auf den Trainer zu hören. Alles andere ist doch wurscht. Wenn man bei den Bayern spielt, ist das eine Ehre und ein Privileg. Er ist ein Riesenkicker und eine Augenweide, der man gerne zuschaut. Ich an seiner Stelle würde froh sein, spielen zu dürfen.

LAOLA1: Im Frühjahr haben sie in einem Interview den FC Barcelona als stärkste Mannschaft der Welt tituliert, dahinter den FC Bayern auf Rang zwei eingeordnet. Wie sieht ihr aktuelles Ranking aus?

Salihamidzic: Das hat sich ja doch ein bisschen geändert mit dem Gewinn der Champions League und den beiden direkten Duellen, die in einer Höhe ausgegangen sind, die keiner erwartet hätte. Deshalb sehe ich den FC Bayern aktuell als absolute Nummer eins, keiner kann ihm momentan das Wasser reichen. Man muss aber immer vorsichtig sein. Es ist nicht leicht, sich gegen jeden Gegner zu motivieren und zu konzentrieren. Es gibt super Klubs in Europa wie Barcelona, Real und Juve, die von hinten kommen. Es macht aber ganz einfach Spaß, den Bayern beim Fußballspielen zuzuschauen.

LAOLA1: Eine hitzige Debatte ist in der Frage um den Weltfußballer des Jahres ausgebrochen. Wer ist für Sie die Nummer eins der Welt?

Salihamidzic: So, wie es aussieht, glaube ich, dass Ribery die Nase vorne haben wird. Wenn man aber sieht, was Ibrahimovic und Ronaldo auf die Beine stellen, so ist das ebenfalls große Klasse. Man muss aber auch immer auf die Titel und den Erfolg schauen, dazu auf die Mannschaft, die dahinter steht. Deshalb würde ich persönlich für Ribery stimmen. Es sind aber Nuancen, die hier entscheiden.

LAOLA1: Die gute Stimmung bei den Bayern wird lediglich durch die Debatte um die Steueraffäre von Uli Hoeneß getrübt. Leiden Sie mit ihm mit?

Salihamidzic: Wir alle beobachten das und hoffen, dass die Sache schnell vorbei geht. Uli ist mein Freund und er wird auch mein Freund bleiben.

LAOLA1: Sie haben Ihre Karriere 2012 beendet und waren in diesem Sommer als TV-Experte im Einsatz. Haben Sie Ambitionen, dem Fußball als Trainer oder Sportdirektor eines Klubs erhalten zu bleiben?

Salihamidzic: Ich bin in München umgezogen und habe mein Haus fertig gemacht. Im letzten Jahr habe ich mich vermehrt um meine Familie gekümmert, alles etwas ruhiger angehen lassen und ein bisschen Golf gespielt. Ich muss nicht unbedingt Sportdirektor oder Trainer werden, in nächster Zeit wird man aber sicher einiges von mir hören. Lassen Sie sich überraschen.

LAOLA1: Abschließend möchte ich Sie noch um einen Tipp für das Spitzenspiel bitten.

Salihamidzic: Ich denke, dass die Bayern gewinnen werden, weil sie einfach unglaublich stark sind. Ich würde sagen, ein 2:1 würde mir reichen. Oder noch besser ein 3:2, damit die Leute ein packendes Spiel sehen. Wichtig ist vor allem, dass die Bayern siegen (lacht).

LAOLA1: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Das Interview führte Christoph Nister

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