Geht Pogatetz Transferkönig Magath ins Netz?

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Felix Magath wechselt – überspitzt gesagt – Spieler wie Unterhosen.

Felix Magath vertraut nicht auf vorhandenes Spielermaterial, er baut sich ein Team nach seinen Vorstellungen zusammen.

Felix Magath hat sich den Ruf des „Transferkönigs“ über Jahre hinweg erarbeitet, richtige Konkurrenz braucht er in dieser Hinsicht nicht zu fürchten.

Felix Magath fährt gut damit. Nun ist dem Wolfsburg-Trainer mit Emanuel Pogatetz zum ersten Mal ein Österreicher ins Netz gegangen.

Pogatetz hält sich noch bedeckt

Der „Mad Dog“ soll Magaths Nummer 148 werden. Diese Anzahl an Profis verpflichtete der 58-Jährige bei seinen neun bisherigen Bundesliga-Stationen.

Hamburger SV, 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, Bayern München, VFL Wolfsburg, Schalke 04 und abermals Wolfsburg stehen seit 1995 in seiner Vita.

Wunschspieler gab es einige, nun zählt auch Pogatetz dazu. Der ÖFB-Teamspieler hält sich zu einem möglichen Wechsel von Hannover 96 zu den „Wölfen“ aber vorerst noch bedeckt.

„Dazu möchte ich im Moment nichts sagen. Ich will warten, bis es wieder losgeht“, so der Verteidiger, der sich noch im Urlaub befindet, gegenüber dem "kicker".

„Transferkönig“ Magath zuversichtlich

Die lobenden Worte des Wolfsburg-Geschäftsführers könnten seine Entscheidung möglicherweise aber beeinflussen.

Denn laut Magath besteht in der Viererkette Handlungsbedarf, die Defensive war bisher die Achillesferse des deutschen Bundesligisten.

Dementsprechend zuversichtlich ist er, dass er mit „Pogerl“ den ersten „Ösi“-Transfer unter Dach und Fach bringen wird.

„Wir arbeiten daran, ich gehe davon aus, dass die Sache über die Bühne geht.“ Kontakt zum niedersächsischen Rivalen soll es bereits gegeben haben.

„Pogatetz bringt immer vollen Einsatz, schont sich nicht“

Für Magath bringt Pogatetz genau jene Attribute mit, die er sich von einem Spieler wünscht. Sprich: Der Steirer passt perfekt ins Beuteschema.

„Er ist ein Spieler, der Deutsch spricht, erfahren ist, eine Abwehr organisieren kann“, fasst der Trainerfuchs die Vorzüge seines Wunschkandidaten zusammen.

Vor allem die Präsenz des beinharten Defensivspielers auf dem Platz, lässt Magath mit der Zunge schnalzen.

„Pogatetz bringt immer vollen Einsatz, schont sich nicht, stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Das sind Attribute, die uns zuletzt hinten gefehlt haben.“

Lässt sich „Pogerl“ auf Wolfsburg ein?

Bleibt die Frage zu klären, ob sich der Hannover-Innenverteidiger auf den wackligen Stuhl begibt. Schließlich waren Magaths Entscheidungen bisher nur in Ausnahmefällen von Dauer.

Bei Hannover 96 besitzt Pogatetz noch einen laufenden Vertrag bis 2015, doch trotz starker Leistungen ist er nicht unumstritten.

Von Mirko Slomka wurde er im Frühjahr sogar zwischenzeitlich suspendiert, auch im Nationalteam eckte er mit seiner extrovertierten Art schon das eine oder andere Mal an.

In Wolfsburg könnte er seinem mittlerweile siebenjährigen ununterbrochenen Legionärs-Dasein eine weitere Station hinzufügen. Als Nummer 148 in Magaths unvollendetem „Wechsel-dich-Spielchen“.


Alexander Karper

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