Weidenfeller rettete Dortmund und glaubt noch an Titel

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Goalie Roman Weidenfeller hat dem deutschen Meister Borussia Dortmund fast im Alleingang das 1:1 beim FC Bayern gerettet.

"Was er in der letzten Viertelstunde gehalten hat, war allererste Sahne", stöhnte Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der fast explodierte, als er auf einen Münchner BVB-Komplex angesprochen wurde.

"Ich kann mit so einem Käse wie Trauma-Bewältigung nichts anfangen. Das muss man beim Psychiater machen", raunzte das Vereinsoberhaupt nach fünf Partien des Rekordmeisters gegen Dortmund ohne Erfolg.

Vorsprung "eigentlich nicht zu verspielen"

Danach schilderte Hoeneß seine Sicht der Dinge: "Wir haben die elf Punkte Vorsprung nach wie vor."

Die könne man "eigentlich nicht" verspielen - und überhaupt: Das Ende der schwarzen Serie gegen den BVB sei nur eine Frage der Zeit: "Ich denke, dass wir sie jetzt die nächsten Jahre wieder zur Weißglut bringen. Die Voraussetzungen sind ja alle ganz gut."

Am Samstag stand noch Weidenfeller einem Sieg von David Alaba und Co. im Weg. "

Roman hat uns alleine im Spiel gehalten", lobte Trainer Jürgen Klopp. Nationalmannschaftsreif, urteilte Bayern-Coach Jupp Heynckes.

"Ich weiß nicht, was der Junge noch machen muss, um mal international zu spielen", sagte er über den von Bundestrainer Joachim Löw seit Jahren verschmähten Meister-Tormann.

"Es nervt, wenn man gegen Dortmund nicht gewinnt"

Torschütze Mario Götze und Torverhinderer Weidenfeller - sie verdarben den Bayern in einem erstaunlich fairen Spitzenspiel, das sehr unterkühlt begann und in dem beide Teams erst nach der Pause richtig heiß liefen, die Krönung ihrer Turbo-Herbstmeisterschaft.

"Es nervt, wenn man gegen Dortmund nicht gewinnt", gab Bastian Schweinsteiger zu.

Bitterer als das aber war für den Rekordmeister die Verletzung von Holger Badstuber, der sich bei einer Abwehraktion ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog.

Weidenfeller: "Wir haben das Zeug dazu"

Die Dortmunder reisten relativ zufrieden aus München ab. "Hier einen Punkt zu holen, in der Phase, die Bayern hat, ist ganz zufriedenstellend", erklärte Götze.

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watze verbuchte den entführten Punkt als "Erfolgserlebnis", obwohl der Rückstand auf die Bayern konstant blieb und der auf Leverkusen auf drei Zähler anwuchs.

Den Titel-Hattrick hat Watzke ohnehin nicht mehr auf dem Radar. "Die Bayern werden dieses Jahr wahrscheinlich nicht zu stoppen sein. Sollten sie in ein Leistungstief fallen, wird es vielleicht spannender. Aber das ist nicht zu erwarten."

Energisch Einspruch legte gegen diese These nur einer ein - Roman Weidenfeller: "Die Meisterschaft ist komplett offen", verkündete der Mann des Spitzenspiels. "Wir haben die ganze Rückrunde Zeit, um Punkte aufzuholen, und wir haben das Zeug dazu."

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