Men 2 Watch - Deutschland

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Die "Men 2 Watch" der deutschen Bundesliga

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Das Warten hat bald ein Ende. Die neue Saison der deutschen Bundesliga steht vor der Tür.

Neben den ganzen Superstars werden die Fans auch einige neue beziehungsweise weniger bekannte Spieler zu Gesicht bekommen.

Doch wer spielt sich 2012/13 dauerhaft ins Gedächtnis der Fußball-Welt? Kandidaten gibt es viele. LAOLA1 hat fünf potenzielle Shooting-Stars herausgepickt.

Deutschlands "Men 2 Watch":

Maximilian Beister (22, HSV)

Beister macht gerne auf Robben

Ein Rückkehrer als Hoffnungsträger. 2009/10 sammelte Maximilian Beister schon seine ersten zwölf Bundesliga-Minuten, dann wurde das Top-Talent in die zweite Liga an Fortuna Düsseldorf verliehen. Dort etablierte er sich zunächst als zentraler Mittelfeldspieler, in der abgelaufenen Saison wurde er dann zum Rechtsaußen umfunktioniert und wurde dort noch stärker. Mit seinem starken linken Fuß und seinen schnellen Dribblings zieht er gerne zur Mitte – ein bisschen wie Arjen Robben. Elf Tore und 13 Vorlagen sprechen jedenfalls für sich. Beim blamablen Pokal-Aus der Hanseaten gegen Karlsruhe (2:4) markierte er immerhin einen Treffer. Allerdings: An der Alster ist die Stimmung schnell einmal geladen. Wer weiß, wie sich das auf einen jungen Spieler auswirkt?

Emre Can (18, Bayern)

Auf Alabas Spuren

Überangebot im Bayern-Mittelfeld, aber auf der Linksverteidiger-Position zum Shooting-Star? Was verdächtig nach David Alaba klingt, könnte bald auch für Emre Can wahr werden. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln spielte sich erstmals bei der U17-WM 2011 in Mexiko ins Gedächtnis der Fußballfans, dort agierte er allerdings als Lenker und Denker im Mittelfeld. Nachdem Alaba und Diego Contento verletzt waren, Lahm für rechts eingeplant ist, bekam der 18-Jährige Neo-Profi im Liga-total!-Cup seine Chance links hinten – und wusste prompt zu überzeugen. Trainer Jupp Heynckes war begeistert und ließ Can im Pokal ebenfalls auf derselben Position auflaufen und versprach: „Er wird in dieser Saison seine Einsätze bekommen“.

Philipp Klement (19, Nürnberg)

Hat das Auge für den klugen Pass

Als der FC Nürnberg sich im vergangenen Jahr Top-Talent Philipp Klement von Kaiserslautern schnappte, wussten die Franken, dass er nicht sofort für die Bundesliga in Frage kommen würde. Schließlich stand dem Youngster eine Hüft-Operation bevor, die ihn in weiterer Folge für mehrere Monate außer Gefecht setzte. In der Rückrunde gehörte der Mittelfeldspieler zum Stammpersonal der zweiten Mannschaft des "Clubs" und avancierte gleich zum Führungsspieler. Nun soll der Sprung in den Bundesliga-Kader folgen. Klement ist ein sehr ballsicherer Spieler. Sein Trainer Dieter Hecking weiß das durchaus („er kann ein Spiel machen“), betont aber auch, dass sein Schützling sich vom Körperlichen her noch an den rauhen Bundesliga-Alltag anpassen muss.

Sead Kolasinac (19, Schalke)

Der Papadopoulos-Doppelgänger

Als Kapitän führte Sead Kolasinac die Schalker A-Junioren in der vergangenen Spielzeit zum Titel. Nun soll der nächste Schritt folgen. In der Vorbereitung zeigte der Defensiv-Allrounder auf, Trainer Huub Stevens meinte, dass er seinen Younger jederzeit bringen könne „ohne an Qualität zu verlieren“. Obwohl gerade in der königsblauen Defensive die Konkurrenz ziemlich groß ist, könnte der 19-Jährige aufgrund seiner Variabilität auf seine Minuten kommen: Kolasinac kommt als Innen- und Linksverteidiger sowie als Sechser in Frage. Die Tatsache, dass der deutsche Jugend-Nationalspieler ein kompromissloser Zweikämpfer ist und seinem Teamkollegen und Publikumsliebling Kyriakos Papadopoulos so ähnlich schaut, könnte ihn schnell zur Kultfigur auf Schalke werden lassen.

Kevin Volland (20, Hoffenheim)

Auch in Liga 1 bald eine große Nummer?

Bereits im Januar 2011 sicherte sich Hoffenheim die Dienste von Kevin Volland, ließ ihn aber weiterhin leihweise bei den Münchner Löwen spielen. Obwohl der 20-Jährige in der zweiten Liga schnell für Furore sorgte, verzichteten die Kraichgauer auf eine vorschnelle Rückholaktion und ließen den Angreifer reifen. Auch wenn es "nur" die zweithöchste Leistungsstufe ist: 13 Tore und elf Assists 2011/12 sind eine Hausnummer, und auch ein Zeichen dafür, dass es sich bei Volland um einen kompletten Stürmer handelt. Der 1,79-m-Mann ist technisch stark, aber trotzdem robust, am wahrscheinlichsten wäre ein Einsatz als hängende Spitze hinter Neuzugang Eren Derdiyok. Da im DFB-Team nicht gerade ein Überangebot an vorderster Front herrscht, könnte schneller als erwartet ein Anruf von Jogi Löw folgen.

Máté Esterházy

Folgende "Kriterien" muss ein Spieler erfüllen, um als "Man 2 Watch" in Frage zu kommen:
- Einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt (u.a.: keine Österreicher, keine EM-Teilnehmer, keine zweistelligen Millionentransfers).
- Erste volle Saison in einer der Top-4-Ligen (nicht mehr als 30 Spiele).
- Aussicht auf regelmäßige Einsätze.
- Noch nicht "Man 2 Watch" gewesen.

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