Die "Men 2 Watch" der deutschen Bundesliga

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Das Warten hat bald ein Ende. Die neue Saison der deutschen Bundesliga steht vor der Tür.

Neben den Superstars aus Bayern und Dortmund werden die Fans auch einige neue beziehungsweise weniger bekannte Spieler zu Gesicht bekommen.

Doch wer spielt sich 2013/14 dauerhaft ins Gedächtnis der Fußball-Welt? Kandidaten gibt es viele. LAOLA1 hat fünf potenzielle Shooting-Stars herausgepickt.

Deutschlands "Men 2 Watch":

 

Maximilian Arnold (19, Wolfsburg)

Könnte von Wolfsburger Konstanz profitieren

Wolfsburg zeigte in den vergangenen Jahren mit großen Erfolgen im Nachwuchs auf, aber bisher schafften es die Niedersachsen nicht, ihre Talente auch in der Kampfmannschaft dauerhaft einzubauen. Das könnte sich mit Maximilian Arnold ändern. Der 19-Jährige debütierte schon im November 2011 mit 17 Jahren unter Felix Magath in der Bundesliga, musste aber bald darauf wieder zurück zur A-Jugend. Gegen Ende der Rückrunde 2012/13 zeigte der offensive Mittelfeldspieler mit drei Joker-Toren wieder auf. In der kommenden Spielzeit will Arnold an der ersten Elf anklopfen. Der unter Dieter Hecking nicht mehr ganz so aufgeblähte Wolfsburg-Kader sollte dabei helfen. Die „Wölfe“ setzen auf den schnellen Techniker und verlängerten seinen Vertrag erst kürzlich bis 2017.

 

Hakan Calhanoglu (19, HSV)

Studiert auf YouTube Juninho-Freistöße

Der HSV spielte eine eher bescheidene Vorbereitung. Einer der wenigen Lichtblicke war der erst 19-Jährige Hakan Calhanoglu. Der Mittelfeldspieler kam vom KSC nach Hamburg, die „Nordlichter“ sicherten sich die Dienste des Top-Talents aber bereits im Sommer 2012. Calhanoglu ist ein feiner Techniker, ohne im Zweikampf Schwächen zu zeigen. Ein Spielmacher für den „tödlichen Pass“. 2012/13 wurde der türkische Juniorennationalspieler nach einer Saison mit 17 Toren und zwölf Vorlagen zum besten Spieler der dritten Liga ausgezeichnet. Der Freistoßspezialist, der gerne YouTube-Videos von Juninho studiert, kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen, trotz eines Rafael van der Vaart. Schließlich spielte Calhanoglu auch in Karlsruhe vorwiegend auf dem rechten Flügel.

 

Daniel Ginczek (Nürnberg, 22)

Bombt er auch im Oberhaus?

Daniel Ginczek hat sich bei den Amateuren von Borussia Dortmund seine ersten Sporen im Erwachsenenfußball verdient. Die letzten zwei Saisonen war er jeweils an einen Zweiligisten ausgeliehen. Zuerst an Bochum und in der vergangenen Spielzeit an St. Pauli: Beim Kiez-Klub ging dem Stürmer mit 18 Toren so richtig der Knopf auf. Jetzt verpflichtete Nürnberg den 22-Jährigen für kolportierte 1,5 Millionen Euro. Dort erhofft man sich einiges vom Youngster, schließlich war mit Per Nilsson 2012/13 ein Abwehrspieler treffsicherster "Clubberer" (5 Treffer). Der kaltschnäuzige Rechtsfuß machte in der Vorbereitung eine gute Figur und traf auch bei der Pokal-Blamage in Sandhausen. Er dürfte im 4-5-1-System Nürnbergs fürs Erste gesetzt sein.

 

Leon Goretzka (18, Schalke)

Wohl das deutsche Top-Talent schlechthin

Was war das für ein Hick-Hack. Wegen Unklarheiten bei der Ausstiegsklausel drohte sogar ein Rechtsstreit zwischen Bochum und Schalke. Nun ist der blutjunge Hoffnungsträger für ca. 3,5 Millionen Euro aber doch bei den „Knappen“ gelandet und wird dort den Konkurrenzkampf im Mittelfeld noch zusätzlich verstärken. Trotz seiner Größe von 1,89 m wirkt der deutsche Nachwuchsnationalspieler alles andere als ungelenk. Der mit der goldenen Fritz-Walter-Medaille dekorierte Goretzka sieht sich selbst als Achter und eifert ein wenig Toni Kroos nach. Der 18-Jährige kann aber auch am rechten Flügel spielen und bringt neben der spielerischen Komponente auch die früher viel zitierten „deutschen Tugenden“ mit auf den Platz.

 

Jonas Hofmann (BVB, 21)

Der "Kuba-Ersatz"

Die Führungs-Etage der Dortmunder hatte angekündigt, absichtlich für manche Positionen nicht eingekauft zu haben, um dem Nachwuchs nicht alle Chancen zu verbauen. Einer dieser Eigenwächse ist Jonas Hofmann. Der 21-Jährige gilt als der Gewinner der BVB-Vorbereitung. Mit seiner unbekümmerten Art und seinen Tempo-Dribblings wusste Hofmann im rechten Mittelfeld mehr als zu überzeugen. Freilich wird es schwer Jakub Blaszczykowski zu verdrängen, aber so eine Saison ist lang und der Pole wird seine Pausen brauchen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Hofmann sein Konto an Bundesliga-Einsätzen (bisher steht er bei vier) deutlich aufstocken könnte.

 

Máté Esterházy

 

Folgende "Kriterien" muss ein Spieler erfüllen, um als "Man 2 Watch" in Frage zu kommen:
- Einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt (u.a.: keine Österreicher, keine A-Nationalspieler, keine zweistelligen Millionentransfers).
- Erste volle Saison in einer der Top-5-Ligen (nicht mehr als 20 Einsätze).
- Aussicht auf regelmäßige Einsätze.
- Noch nie "Man 2 Watch" gewesen

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