Hans Sarpei: Vom Amateur zur Kultfigur

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Er gehört seit Sommer 2010 zum Kader des FC Schalke 04, kam aber nur selten über die Rolle des Reservisten hinaus. In der Gunst der Fans hat Hans Sarpei seinen Stammplatz hingegen sicher. Der 35-Jährige ist ihm Ruhrpott beliebt wie kaum ein Zweiter, der Ghanaer genießt bei den Königsblauen sogar Kultstatus.

„Schuld“ daran ist unter anderem einer, der aus Gelsenkirchen davongejagt wurde. Felix Magath erntete nicht wenige süffisante Grinser, als er vergangenen Sommer Sarpei aus dem Hut zauberte – einen Spieler, der schon beim Ligarivalen Bayer Leverkusen häufiger die Bank wärmte als ihm lieb war.

Zu den Amateuren abgeschoben

Auch unter dem zur Trainergattung „Schleifer“ zählenden Magath spielte Sarpei nur kurzfristig eine Hauptrolle. Schon nach wenigen Wochen wurde er wegen angeblich mangelnder Arbeitsmoral im Training zu den Amateuren abgeschoben.

Nur Monate später hatte „Felix Allmächtig“ als Alleinherrscher der Knappen ausgedient und heuerte beim VfL Wolfsburg an, während Sarpei - nun wieder obenauf - sich in die Herzen der Schalke-Anhänger manövrierte.

Beispiele gefällig? „Hans Sarpei geht schneller als Usain Bolt rennt“, „Hans Sarpei bringt Zwiebeln zum Weinen“, oder „Hans Sarpei hat mehr Kreditkarten als Max Mustermann“. Ebenfalls ein Renner: „How I Met Hans Sarpei“ und „Chuck Norris kann alles. Hans Sarpei kann mehr.“ (Die besten Gruppen gibt's zum Durchklicken in der Diashow)

Eine wirkliche Erklärung für den Trubel um seine Person findet Sarpei nicht, stören tut es ihn aber auch nicht. „Die Witze sind ja nicht unter der Gürtellinie und ich muss sagen, dass ich einige davon richtig lustig finde“, gab er in einem Interview zu Protokoll.

Übersetzt bedeutet das für alle Social Networker: Hans Sarpei gefällt das! Uns auch …

 

Christoph Nister

„Ja, du sollst nach Wolfsburg“

Beim überraschenden 5:2-Erfolg Schalkes bei Champions-League-Titelverteidiger Inter Mailand wurde der Außenverteidiger von Ralf Rangnick in die Startformation beordert und spielte anschließend wie Alexander Baumjohann, ebenfalls zwischenzeitlich zur zweiten Mannschaft abkommandiert, groß auf. „Nicht schlecht für Amateure“, witzelte der Routinier nach der Sensation.

Wenig später hatte er neuerlich die Lacher auf seiner Seite. Baumjohann twitterte „Guten Morgen... gibt es was Neues auf Schalke?“. Sarpei antwortete prompt: „Ja, du sollst nach Wolfsburg.“

Bei der „Generation Facebook“ kommt dieser schwarze Humor bestens an, die Fans sind angesichts der Schlagfertigkeit des 35-Jährigen begeistert. Seither herrscht regelrechter Kult um Sarpei.

Chuck Norris lässt grüßen

Täglich werden neue Facebook-Gruppen mit seinem Namen gegründet, dabei wird dem Ghanaer, der jahrelang mit einer Soap-Darstellerin liiert war, inzwischen ein ähnlicher Status eingeräumt wie Schauspiel-Legende Chuck Norris.

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