Medien: Klopp bittet um Auflösung seines Vertrags

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Nein, es ist kein Aprilscherz.

Jürgen Klopp soll keine Lust mehr auf seinen Job als Trainer bei Borussia Dortmund haben und um eine Auflösung seines Vertrags gebeten haben.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, plant der 47-Jährige seinen Rückzug ab Sommer. Klopp fühle sich ausgelaugt und brauche dringend eine Auszeit.

Verkorkste Saison

Die völlig verkorkste Saison mit dem BVB - in der Meisterschaft liegen die als Titel-Mitfavorit gestarteten Borussen mit 37 Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern nur an zehnter Position - setzte dem charismatischen Klopp zu.

Nachdem er den BVB vom Tabellen-Mittelständler zum Topteam formte, zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg führte sowie 2012/13 das Finale der Champions League erreichte, lief es in der aktuellen Spielzeit von Anfang an nicht nach Wunsch.

Viele Transfer-Flops

Die Transfers aus dem Sommer, darunter die Stürmer Ciro Immobile und Adrian Ramos, aber auch Verteidiger Matthias Ginter, blieben weit hinter den Erwartungen. Auch Leistungsträger wie Kapitän Mats Hummels und Torhüter Roman Weidenfeller leisteten sich unerklärliche Patzer.

Zuletzt lieferte sich Routinier Sebastian Kehl, der seine Karriere im Sommer beenden wird, bei der 1:3-Pleite in Gladbach einen lautstarken Disput mit Klopp. Das führte zu Spekulationen, dass es zwischen Trainer und Mannschaft erste Risse gibt.

Jeden Vertrag eingehalten

Ein Jahr Auszeit nach dem Vorbild von Pep Guardiola könnte dabei helfen, die Akkus wieder aufzuladen und neu durchzustarten. Eine Trennung wäre allerdings Klopp-untypisch, hat der 47-Jährige doch bislang all seine Verträge eingehalten.

Zwar will sich Klopp zur Thematik vorläufig nicht äußern, doch gibt es bereits einen möglichen Nachfolger. Die "Bild" bringt Thomas Tuchel ins Spiel, der zuletzt beim Hamburger SV (Überraschung: Bruno Labbadia kehrt nach Hamburg zurück) im Gespräch war.

Nicht zum ersten Mal

Der 41-Jährige würde nicht zum ersten Mal in die Fußstapfen Klopps treten. Bereits in Mainz folgte er ihm nach und führte den FSV in ungeahnte Höhen.

Die Dortmunder Verantwortlichen sollen ihm bereits ein Angebot unterbreitet haben und wollen ihn für vier Jahre verpflichten. Als Jahressalär stehen bis zu fünf Millionen Euro im Raum. 

Eine Stellungnahme des Vereins wird für 13:30 Uhr erwartet, dann bittet der BVB zu einer Pressekonferenz. LAOLA1.at wird per Live-Ticker von der PK berichten.

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