Junuzovic: "Jeder ist zu knacken"

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Mit dem Auftritt von Titelverteidiger Dortmund gegen die "Österreicher-Filiale" Werder Bremen startet am Freitag (20.30 Uhr/live ARD) die deutsche Bundesliga in ihre 50. Saison.

Nach dem blamablen Ausscheiden im Cup ist Bremens Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic wieder voller Optimismus.

"Der Pokal muss aus den Köpfen raus. Wir haben vorm Meister Respekt, aber sicher keine Angst. Jeder ist zu knacken", betonte der ÖFB-Teamkicker, der ebenso wie Innenverteidiger Sebastian Prödl in der Startelf erwartet wird. ÖFB-Stürmer Marko Arnautovic dürfte hingegen wohl nur auf der Bank Platz nehmen.

Steigerung nötig

Sollten sich die Hanseaten im Signal-Iduna-Park von Dortmund freilich ähnlich "dumm" (Bremen-Geschäftsführer Klaus Allofs) und "naiv" (Mittelfeldspieler Aaron Hunt) wie beim 2:4-Cup-Aus gegen Preußen Münster anstellen, darf Dortmund frohen Mutes sein.

"Es war bitter und wir hatten selbst Schuld am Ausscheiden", sagte Junuzovic, der im Duell mit dem Drittligisten noch einer der Besten seines Teams war.

"Wir haben viel investiert, aber durch unnötige Fehler in der Rückwärtsbewegung Münster stark gemacht. Trotzdem haben wir viel richtig gemacht, auch wenn das nach dem Aus komisch klingt."

Neues Gesicht

Bremen, das die vergangene Saison auf Rang neun abgeschlossen hat, geht rundumerneuert in die Saison. Leistungsträger wie Naldo oder Pizarro verließen den Klub, andere wurden aussortiert.

So werden mit Nils Petersen, Eljero Elia, Theodor Gebre Selassie und Kevin de Bruyne vier Zugänge in der Startformation von Trainer Thomas Schaaf stehen.

Reus statt Kagawa

Dortmund präsentiert sich 2012/13 fast völlig unverändert - lediglich im zentralen offensiven Mittelfeld ersetzt Neuzugang Marco Reus den zu Manchester United abgewanderten Shinji Kagawa.

Die Aufgabe für Bremen wird also denkbar schwer - nicht nur statistisch gesehen.

Denn seit der jeweils amtierende Meister seit 2002/03 das Saison-Eröffnungsspiel bestreitet, hat er es noch nie verloren. Vielmehr gab es acht Siege des Titelträgers.

Nicht verstecken

"Es ist ein ganz besonderes Spiel", sagte auch Junuzovic.

"Vor so einer Kulisse einzulaufen, ist für jeden Profi das Schönste. Dortmund ist Favorit, und wir stehen vor einer ganz schweren Aufgabe. Aber wenn wir unsere Aufgaben zu 100 Prozent erfüllen und mit Leidenschaft dagegen halten, werden wir auch in Dortmund unsere Möglichkeiten bekommen. Wichtig wird sein, dass wir unseren Plan durchziehen und auch frech nach vorne spielen", meinte der Österreicher.

Frohen Mutes

Auch Junuzovics Teamkollege Sebastian Prödl zeigte sich trotz des Pokal-Aus' vor dem Spiel in Dortmund hoffnungsfroh.

"Auch wenn die Niederlage in Münster kurz einen Knacks verursacht hat. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, dann können wir auch aus Dortmund etwas mitnehmen", erklärte der Steirer, der an der Seite des griechischen Teamspielers Sokratis Papastathopoulos die Innenverteidigung bilden wird.

"Für uns ist das eine wichtige Standortbestimmung, ob wir mit unserer jungen Mannschaft in der Bundesliga eine gute Rolle spielen können", meinte der 25-Jährige. "Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl. Was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, wollen wir jetzt bestätigen."

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