Bundesliga-Dino als Lachnummer

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"Man kann sich nicht so abschlachten lassen"

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0:2 gegen den FC Wacker Innsbruck!

Der Hamburger Sportverein erwies sich im Jubiläumsspiel der Tiroler, die ihren 100. Geburtstag feierten, als dankbarer Gegner.

In der ersten Vorbereitungspartie der neuen Saison präsentierten sich die Norddeutschen saft- und kraftlos und hatten dem gut aufgelegten Team von Trainer Roland Kirchler wenig entgegenzusetzen.

Ein Umstand, der HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer extrem sauer aufstieß. „Die Leistung war eine Katastrophe“, schimpft der 47-Jährige im Gespräch mit LAOLA1. „Ich bin schockiert, dass man als Erstligist der deutschen Bundesliga so eine Vorstellung auf den Platz bringt.“

HSV lässt sich „abschlachten“

Kampf, Einsatz, spielerisches Engagement – aus Kreuzers Sicht fehlte es an allen Ecken und Enden. „Wir können nicht hier herfahren und glauben, das wird ein lockerer Aufgalopp. Man kann sich nicht so abschlachten lassen, dass die Leute lachen. Das geht nicht!“

Der Frust war dem Baden-Württemberger deutlich anzumerken, zumal es beim HSV – einmal mehr – intern rumort. Die Personalplanungen liefen auf Hochtouren, als Klub-Boss Carl-Edgar Jarchow via „Bild“ einen Transferstopp verhängte und zunächst Abgänge forderte, ehe weitere Spieler akquiriert werden können.

Pul Scharner steht beim HSV am Abstellgleis

Kreuzer bestätigt das. „Ich habe mit Paul gesprochen. Er weiß, wie seine Situation aussieht. Wenn Paul heute auf mich zukommt und sagt, er möchte den Verein verlassen, können wir reden.“

Von LAOLA1 darauf angesprochen, will dieser nichts von einem vorzeitigen Abschied wissen: „Ich könnte den HSV verlassen, ich muss aber nicht. Der Paul bleibt!“

Er habe einen bis Sommer 2014 datierten Vertrag mit den Hamburgern, diesen wolle er erfüllen. Dabei soll es gleich mehrere englische Klubs geben, die sich liebend gern die Dienste des ehemaligen Nationalspielers sichern würden. „Es gibt genug “, so Scharner.

Anhören will er sich mögliche Angebote nicht, mit den betroffenen Vereinen verhandeln erst recht nicht. „Weil es nicht sinnvoll ist. Ich möchte mich beim HSV durchbeißen und auf meine Chance warten.“

 

Christoph Nister/Christian Eberle

„Er hat das schon dementiert“, erklärt Kreuzer, um klarzustellen: „Wir wollen neue Spieler holen, müssen aber auch welche abgeben.“ In der Defensive wolle man sich weiter auf dem Transfermarkt umsehen, doch auch im Offensivbereich bestehe nach dem Abgang  von Heung-Min Son zu Leverkusen Handlungsbedarf.

Transfer-Trubel a la HSV

Vier neue Akteure stehen auf der Gehaltsliste der „Rothosen“, mit Johan Djourou (kommt vom FC Arsenal) und Jacques Zoua (FC Basel) allerdings nur zwei bekannte Gesichter.

„Djourou war acht Jahre bei Arsenal unter Vertrag. Er hat seine Qualität schon gezeigt. Wir versprechen uns von ihm, dass er die Abwehr stabilisiert und sie mitführt. Zoua ist ein sehr, sehr talentierter Stürmer und A-Nationalspieler von Kamerun, der auch schon in Basel seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat.“

Indes zählen Robert Tesche und Gojko  Kacar zu den Kandidaten, die man lieber heute als morgen bei einem anderen Klub unterbringen würde. Auch ÖFB-Legionär Paul Scharner soll Medienberichten zufolge bei den Verantwortlichen nicht allzu hoch im Kurs stehen.

Scharner kann gehen

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