Guardiola hat einen guten Ratschlag für Kehl

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Besonders beliebt ist Sebastian Kehl in München schon lange nicht mehr.

Anfang des Jahrtausends gab er dem FC Bayern sein Wort, an die Isar zu wechseln, und kassierte ein Handgeld in Millionenhöhe.

Monate später zog er seine Zusage zurück und wechselte zu Borussia Dortmund. Die Summe für das Handgeld wurde zwar beglichen, das Ansehen des heute 35-Jährigen litt jedoch rund um den Weißwurst-Äquator spürbar.

Nachdem im Laufe der Jahre Gras über die Sache wuchs, sorgte er nach dem im Elfmeterschießen gewonnenen Pokal-Halbfinale bei den Bayern erneut für Aufregung.

"Wenn die Bayern keine Elfer schießen können ..."

Der ehemalige BVB-Kapitän fand es "etwas Banane", dass über die Schiedsrichterleistung von Peter Gagelmann, der den Münchnern einen klaren Handelfmeter verweigerte und sich hinterher auch dafür entschuldigte, gesprochen wurde.

"Das machen die immer, wenn sie gegen uns verlieren", schimpfte er über die Unterlegenen. "Wenn die Bayern keine Elfer schießen können, müssen sie's halt üben."

Eine Aussage, die für viel Wirbel sorgte und nicht nur von Bayern-Fans als deplatziert erachtet wurde. Am Donnerstag sah sich Tobias Schweinsteiger, Bruder von Bastian und Kicker der Bayern Amateure, bemüßigt, sich dazu via Twitter zu äußern.

Tobias Schweinsteiger über wahre Größe

Der 33-Jährige postete ein Foto mit dem Spruch "Die wahre Größe eines Sportlers zeigt sich nicht in der Niederlage, sondern in seinem Verhalten im Triumph ...", das er mit dem Zusatz "Ohne Worte" veröffentlichte.

Das Foto machte binnen kürzester Zeit die Runde, wurde mehr als 1.100 Mal geteilt und veranlasste den Routinier, sich ein weiteres Mal dazu zu äußern. "Bleibt's gschmeidig", schrieb Schweinsteiger und wünschte dem BVB "viel Spaß in Berlin".

Guardiola meldete sich zu Wort

Damit war die Sache jedoch noch nicht erledigt, denn auch Pep Guardiola wurde auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Bayern bei Bayer Leverkusen (Samstag, 18:30 Uhr, im LAOLA1-LIVE-Ticker) darauf angesprochen.

Der Spanier, der sich ansonsten stets mit Kritik an Schiedsrichtern oder gegnerischen Spielern und Trainern zurückhält, fand überraschend deutliche Worte.

"Nie in meiner Karriere, das kann man sehen, habe ich mich beschwert, wenn wir verloren haben", sagte der Cheftrainer des FC Bayern und stellte klar, dass es gegen den BVB durchaus Gründe gegeben hätte, "etwas zu sagen. Aber ich habe Jürgen Klopp zum Finaleinzug gratuliert. Ich lache niemanden aus - auch nicht, wenn wir gewinnen."

Einen Ratschlag gab er Kehl auch noch mit auf den Weg. "Wenn man 35 Punkte zurückliegt, ist es besser ...", erklärte der 44-Jährige und legte seinen Finger mahnend auf die Lippen, um darzustellen, dass der BVB-Kicker besser den Ball hätte flach halten sollen.

Pizarro soll Lewandowski ersetzen

Weitere Aussagen Guardiolas zu diesem Thema sind nicht zu erwarten, denn sein Fokus gilt den kommenden Aufgaben Leverkusen und FC Barcelona. Dabei muss er einmal mehr zahlreiche Verletzte ersetzen.

Gegen die Werkself wird wohl Claudio Pizarro Topstürmer Robert Lewandowski, der gegen den BVB einen Nasenbein- und Oberkieferbruch erlitt, ersetzen. Bis zum CL-Halbfinale gegen die Katalanen hofft man auf die Rückkehr des Polen.

Ob dieser mit Maske im Camp Nou auflaufen wird können, ist noch nicht abzuschätzen, das werde man "in den nächsten Tagen sehen".

 

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