"Es gibt keinen Grund aufzugeben"

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Der VfB Stuttgart steht in der deutschen Fußball-Bundesliga mit dem Rücken zur Wand.

Drei Runden vor Schluss ist der erste Abstieg seit 1975 unheimlich nahe, drei Punkte fehlen dem Schlusslicht auf den Relegationsplatz, vier Zähler auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

In den ausstehenden Partien zählen daher eigentlich nur mehr Siege, das erste "Endspiel" steigt am Samstag zu Hause gegen Mainz.

"Es gibt keinen Grund aufzugeben"

"Im diesjährigen Abstiegskampf darf kein Team abgeschrieben werden, das haben die vergangenen Wochen gezeigt. Uns ist bewusst, dass wir uns in einer sehr bedrohlichen Situation befinden, für uns gibt es aber keinen Grund aufzugeben", sagte Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt.

Viel Druck in der Truppe von Chefcoach Huub Stevens lastet auf Martin Harnik, der drei seiner acht Saisontreffer in seinen jüngsten vier Spielen erzielte, und sein Torkonto weiter aufstocken soll.

Für ihn sind die anstehenden drei Duelle mit Mainz und Julian Baumgartlinger, Hamburg (16. Mai) und Paderborn (23. Mai auswärts) genauso wie für seinen ÖFB-Teamkollegen Florian Klein richtungsweisend.

Bei einem Abstieg dürfte das ÖFB-Duo nicht zu halten sein.

Bremen um internationales Geschäft

Der Vorletzte Hannover hat am Samstag Werder Bremen zu Gast. Für die Bremer mit Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl geht es um das internationale Geschäft.

Sie liegen nur einen Punkt hinter Rang sechs zurück, der zum Antreten in der Europa-League-Qualifikation berechtigt. Prödl war für die Partie aufgrund einer Erkrankung fraglich.

Die punktgleich vor Hannover auf dem Relegationsplatz liegenden Freiburger trafen bereits am Freitagabend auf den nur einen Punkt davor auf Rang 14 liegenden HSV.

Der 15. Paderborn steht am Sonntag im Heimspiel gegen Wolfsburg vor einer ganz schwierigen Prüfung. Die Wolfsburger benötigen jeden Punkt, um den Vizemeistertitel abzusichern. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf Mönchengladbach, vier Zähler ist die Differenz zum Vierten Leverkusen.

Topspiel zwischen Gladbach und Leverkusen

Gladbach und Leverkusen können jedenfalls diese Runde nicht voll punkten, treffen sie doch am Samstag in Gladbach im direkten Duell aufeinander.

Gladbachs Abwehrchef Martin Stranzl ist wegen eines Ödems am Knie nach wie vor zum Zuschauen gezwungen. Doch auch Leverkusen ist ersatzgeschwächt, muss wichtige Akteure vorgeben.

"Es wäre ideal zu gewinnen, aber auch bei einem Unentschieden ist noch nichts verloren", sagte Leverkusens Trainer Roger Schmidt.

Beide Teams haben imposante Serien zu verteidigen. Leverkusen ist in Mönchengladbach seit 26 Jahren unbesiegt, Gladbach hat in der Liga zuletzt acht Heimsiege hintereinander gefeiert.

FC Bayern wohl mit C-Elf

Für Meister Bayern München ist das Heimspiel gegen den Sechsten Augsburg, der in München noch nie punkten konnte, eine lästige Pflichtaufgabe.

Die volle Konzentration gilt schon dem Dienstag, wo im Champions-League-Halbfinal-Rückspiel gegen Barcelona nach dem Auswärts-0:3 noch ein Wunder geschafft werden soll.

"Wir werden mit einem Blick auf nächsten Dienstag spielen", kündigte Bayern-Coach Josep Guardiola an. ÖFB-Star David Alaba ist noch kein Thema, der verletzte 22-Jährige hat aber immerhin schon wieder mit dem Lauftraining begonnen.

Peter Stöger will Klassenerhalt fixieren

Zum Abschluss der Runde empfängt der 1. FC Köln am Sonntag Schalke 04. Die elftplatzierte Truppe von Chefcoach Peter Stöger will mit ÖFB-Teamverteidiger Kevin Wimmer den nächsten Schritt zur endgültigen Fixierung des Klassenerhalts machen.

Für Schalke, den Arbeitgeber von ÖFB-Kapitän Christian Fuchs, geht es darum den Angriff auf Rang fünf abzuwehren, damit das Minimalziel Europa-League-Qualifikation abzusichern. Dieses Ziel hat auch noch der Neunte Borussia Dortmund vor Augen, der am Samstag Hertha BSC empfängt.

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