Skripniks Wutausbruch

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Skripnik platzt der Kragen

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Der Bundesliga-Startrekord mit neun Siegen in den ersten neun Runden hat den deutschen Meister FC Bayern nur am Rande interessiert.

Josep Guardiola düste mit David Alaba und Co. schon am Sonntag, einen Tag nach dem 1:0 bei Werder Bremen, nach London. Dort steigt am Dienstag das Champions-League-Duell mit Arsenal.

"Es ist beeindruckend"

"Wegen der vielen Staus in London dauert eine Reise von der Säbener Straße in das Hotel in London fünf bis sechs Stunden. Das wäre vor dem Spieltag viel Zeit in Bus und Flugzeug", begründete der Bayern-Coach die vorzeitige Anreise.

In Ruhe zusammen essen, gut schlafen und am Montag stressfrei trainieren - so Guardiolas Plan.

Dem neuen Eintrag in die Geschichtsbücher wurde keine große Bedeutung beigemessen. "Wir haben erst die neunte Runde, es ist noch ein langer Weg zu gehen. Aber es ist beeindruckend, wie sehr diese Mannschaft will", betonte Kapitän Philipp Lahm.

Positive Tendenz bei Verletzten

Auch Sportvorstand Matthias Sammer sah den Startrekord nur als schöne Begleiterscheinung und hofft nun auf die Rückkehr einiger Verletzter.

"Douglas Costa wird am Dienstag wohl okay sein, bei Arjen Robben und Kingsley Coman müssen wir abwarten. Die Tendenz ist positiv", berichtete Sammer.

"Haben wir uns die Champions League vorgenommen?"

Weniger positiv ist die Tendenz bei Werder Bremen - Viktor Skripnik platzte nach der fünften Niederlage en suite der Kragen. "Es ist nicht alles nur schlecht, was wir machen", schimpfte der Coach und war genervt von kritischen Fragen.

"Wo ist Eure Lösung? Ihr bestätigt immer: Das ist schlecht, scheiße und so weiter. Das sieht meine Tochter auch. Jede Oma, jeder Opa, der im Stadion sitzt, sieht, dass das schlecht ist", sagte der Ukrainer und fragte sich: "Sind wir denn etwas anderes gewohnt, haben wir uns die Champions League vorgenommen?"

"Vielleicht ohne mich"

Der Betreuer von Zlatko Junuzovic war traurig über die Minusserie: "Ich bin unzufrieden, denn jetzt geht es auswärts nach Mainz und dann kommt Dortmund. Dann sitzen wir hier genauso - vielleicht ohne mich."

Ein Satz, der aus dem Nichts kam und aufhorchen ließ. Dabei hatte Geschäftsführer Thomas Eichin bewusst den Druck von dem 45-Jährigen genommen mit der Aussage, Skripnik bleibe auch bei einem 0:12 gegen die Bayern im Amt.

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