Die Bayern-Stars lassen sich nicht ablenken

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Bayern München hat vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel im Viertelfinale der Fußball-Champions-League am Dienstag gegen den FC Porto Selbstvertrauen getankt.

Am Ende einer turbulenten Woche setzten sich die Münchner am Samstag in der Liga bei 1899 Hoffenheim mit 2:0 durch. Gegen Porto müssen sie ein 1:3 aus dem Hinspiel aufholen.

Die Pleite in Portugal und der am Tag darauf im Unfrieden erfolgte Rücktritt von Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt haben Spuren hinterlassen. Gegen Hoffenheim gelang aber die Trendwende.

"Die Mannschaft hat ein großes Herz", meinte Bayern-Trainer Pep Guardiola, der ein besseres B-Team aufgeboten hatte. "Ich bin sehr stolz auf die Spieler und kann ihnen nur gratulieren."

"Dieses Spiel ist ein Finale"

Mann des Spiels war Sebastian Rode, der nicht nur das 1:0 erzielte (38.), sondern in Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger und Phillip Lahm auch im Mittelfeld den Chef abgab.

"Er ist ein sehr spezieller Spieler", lobte Guardiola den 24-Jährigen, der im Vorsommer von Eintracht Frankfurt zu den Bayern gewechselt ist. Rode selbst bezeichnete seine Leistung als "Bewerbungsschreiben" für das Rückspiel gegen Porto.

Am Dienstag wollen die Bayern vor heimischer Kulisse erstmals im Europacup einen Zwei-Tore-Rückstand aus einem Auswärtsspiel wettmachen. "Natürlich wird es schwer, aber das ist ein großes Ziel von uns", versicherte Guardiola. "Dieses Spiel ist ein Finale. Wir müssen eine super Leistung abliefern, aber ich habe viel Vertrauen in die Spieler."

Alaba auf Kurs

Auch der verletzte ÖFB-Star David Alaba ist zuversichtlich. "Drei Punkte gegen Hoffenheim sind eine gute Motivation für das Rückspiel nächste Woche gegen Porto", meinte der 22-Jährige auf Twitter.

Sein Traum vom Finale ist noch nicht ausgeträumt. Zwei Wochen nach seinem Innenbandriss im Knie hat Alaba vergangene Woche wieder mit leichtem Ausdauertraining begonnen. Das CL-Endspiel in Berlin steigt am 6. Juni.

Ihren 25. Meistertitel werden die Bayern schon viel früher fixiert haben. Fünf Runden vor Schluss benötigen sie höchstens noch zwei Siege. "Wir denken nicht über die Meisterschaft nach, denn wir haben nur Porto im Kopf", versicherte Stürmer Robert Lewandowski.

Auch alle anderen Unruheherde sollen davor ausgeblendet werden. Rode: "Wir müssen auf dem Feld Gas geben, da ist es zweitrangig, wer außen rumturnt."

Aufreger "Mull"

Das Zerwürfnis mit Müller-Wohlfahrt hat in München viel Staub aufgewirbelt. Den letzten Ausschlag soll laut Medienberichten eine Meinungsverschiedenheit mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Kabine nach dem Porto-Hinspiel gegeben haben.

Der Spitzenmediziner beendete nach 38 Jahren die Zusammenarbeit mit dem Club. Auch sein Verhältnis zu Guardiola galt als belastet.

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