Stolzer Pep, gelöster Alaba

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Guardiola "sehr stolz, Bayern-Trainer zu sein"

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Bayern München hat seinen historischen 1.000. Sieg in der deutschen Bundesliga am Samstag mit Stil gefeiert.

An die Fans flossen 5.000 Liter Freibier, Trainer Pep Guardiola hob die große Geschichte des Vereins hervor. Köln-Coach Peter Stöger musste nach dem 0:4 feststellen: "Alles kann man nicht verteidigen gegen die Bayern." Dabei war er mit der Leistung noch nicht einmal unzufrieden.

Guardiola ist "sehr stolz"

Mit dem zehnten Sieg im zehnten Ligaspiel bauten die Münchner ihren Startrekord aus. Mehr als ihre 33 Tore hat zu diesem Zeitpunkt auch noch kein Team im deutschen Oberhaus erzielt.

"Ich bin sehr stolz, Trainer von Bayern München zu sein", betonte Guardiola, dessen Zukunft über sein Vertragsende im Sommer hinaus weiter offen ist. "1.000 Siege, das ist überragend." 1.714 Spiele brauchten die Bayern dafür.

"Das haben wir uns schon irgendwie vorgenommen im Hinterkopf, diesen Rekord aufzustellen", sagte ÖFB-Star David Alaba.

"Es ist schön, da dabei zu sein." Der Wiener ist der einzige Bayern-Akteur, der in dieser Saison in allen 15 Pflichtspielen (inkl. Supercup) durchgespielt hat. Am Dienstag wartet mit dem Cup-Schlager bei Vizemeister VfL Wolfsburg bereits die nächste Herausforderung.

Alaba mit Luft nach oben

Mit seinem hohen Pensum hat Alaba keine Probleme. "Ich bin noch ein junger Spieler. Es ist mein Ziel und mein Anspruch, so viele Spiele wie möglich zu machen", erklärte der 23-Jährige. 

"Ich fühle mich nach meiner Verletzung wieder sehr gut." Wegen eines Ende März erlittenen Innenbandrisses im Knie hatte er die Schlussphase der vergangenen Saison verpasst.

"Ich komme jetzt langsam schon wieder in den Rhythmus. Ich fühle mich auf dem Platz sehr gut", sagte Alaba. "Sicherlich ist da noch Luft nach oben. Ich werde mir weiter Ziele setzen."

Mit den Bayern will er "in allen Wettbewerben am Ende ganz oben sein". Zumindest die Meisterschaft scheint nach einem Saisondrittel nur noch Formsache zu sein.

Lob für Hosiner

Als Elfmeterschützen muss Alaba mittlerweile wieder Thomas Müller den Vortritt lassen. Beim Strafstoß des Weltmeisters (77.) herzte er dafür den eingewechselten Köln-Stürmer Philipp Hosiner.

"Dass er wieder Fußball spielen kann nach dieser Leidenszeit, zeigt, dass er sehr viel Willensstärke hat", sagte Alaba über dessen im Frühjahr überwundene schwere Nierenerkrankung.

Auch Stöger sieht bei Hosiner, vorerst bis Saisonende von Stade Rennes ausgeliehen, einen Aufwärtstrend - selbst wenn sein früherer Austria-Goalgetter bisher nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen ist.

"Er ist auf dem Weg dorthin, was es braucht", meinte der Köln-Trainer. "Ich finde, dass er sich in dem Jahr in Frankreich fußballerisch verbessert hat. Ich denke, dass er sich hier noch durchsetzen wird, nämlich so richtig."

Gegen die Bayern vermochte Hosiner nach seiner Einwechslung aber nichts mehr auszurichten. Die Übermacht des Tabellenführers war offensichtlich. Phasenweise begnügte sich Guardiola mit nur noch zwei Verteidigern. "Sie sind leider in der offensivsten Besetzung 'ever' gekommen, das war nicht einfach für uns", erklärte Stöger. Ernüchternder Nachsatz: "Unter dem Strich ist es ein normales Ergebnis leider."

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