Wen packt das Abstiegs-Gespenst?

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Im Keller der deutschen Bundesliga ist es eng. Verdammt eng.

Platz 18 (Stuttgart) und 15 (Freiburg) sind nur durch einen Punkt getrennt. Auch die davor klassierten Vereine Hertha und der HSV sind noch keinesfalls durch.

Doch wen packt das Abstiegs-Gespenst am Ende und wer schafft es an das rettende Ufer? LAOLA1 bietet einen Überblick und wagt eine Prognose.

 

Erklärung zur Prognose. Es werden 1 bis 5 "Abstiegs-Gespenster" verteilt, wobei gilt: 1 Abstiegs-Gespenst = Gute Chancen auf Rettung; 5 Abstiegs-Gespenster = so gut wie abgestiegen.

 

VfB Stuttgart

Ausgangslage: 18. Platz, 30 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Von allen Abstiegskandidaten spielt der VfB in den letzten Wochen den ansehnlichsten Fußball. Besonders die Offensive braucht sich nicht zu verstecken. 10 Tore erzielten die Schwaben in den vergangenen fünf Spielen, ein Bestwert im unteren Tabellendrittel. Das hat damit zu tun, dass Daniel Ginczek nach seiner Verletzung wieder in Form ist, Filip Kostic seine lange Eingewöhnungsphase überstanden hat und Daniel Didavi endlich wieder fit ist. Zudem haben es die Schwaben noch in eigener Hand: In den letzten beiden Runden warten Duelle mit direkten Konkurrenten.

Das spricht für den Abstieg: Schlichtweg der Tabellenstand. Nach 32 Runden stehen magere 30 Punkte sowie der letzte Rang zu Buche. Zudem ist die Defensive immer für einen groben Schnitzer gut. Vor allem links hinten wird bei einem Klassenerhalt im Sommer wohl nachgerüstet werden. Zudem ist es fraglich, wie es um das Nervenkostüm des VfB bestellt ist: Zuletzt gab das Tabellenschlusslicht mehrfach Führungen aus der Hand. Dass die Lage angespannt ist, zeigte auch der Ausraster von Huub Stevens gegenüber seinen Spielern im Training am Donnerstag ("ihr Affen.").

Das Restprogramm:

LAOLA1-Progonose:

  



SC Paderborn

Ausgangslage: 17. Platz, 31 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Im Pulk mit den etablierten Bundesliga-Klubs hat der Überraschungs-Aufsteiger am wenigsten zu verlieren. Kaum jemand an der Pader hätte wohl überhaupt gedacht, dass man bis zum Ende um den Klassenerhalt mitspielt, ein weiteres Jahr in der Beletage wäre als Bonus anzusehen. Das war es dann aber schon mit dem Positiven.

Das spricht für den Abstieg: Obwohl sich die Schalker aktuell als Chaos-Truppe präsentieren, dürfte es schwierig werden, bei den Königsblauen einen Dreier zu entführen. Am letzten Spieltag steht der Showdown gegen Stuttgart zwar vor heimischem Publikum auf dem Programm, dort ist man aber wohl zum Siegen verdammt. Insgesamt wohl das härteste Schlussprogramm der Abstiegskandidaten und dazu das schlechteste Torverhältnis (-32).

Restprogramm:  

LAOLA1-Prognose:

   

 

Hannover 96

Ausgangslage: 16. Platz, 31 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Viel ist es nicht. Gegen Wolfsburg zeigte man, Comebacker-Qualitäten und holte nach 0:2 noch ein 2:2 - die Moral scheint also zu stimmen. Nachdem die Vereinsführung den Streit mit den Fans beigelegt hat, kann H96 auch wieder auf die Unterstüzung des eigenen Anhangs bauen.

Das spricht für den Abstieg: Wer eine Rückrunde lang kein Spiel gewinnt, kann eigentlich nicht oben bleiben. Augsburg, dass noch die Europa League fixieren muss, hat nichts zu verschenken und am finalen 34. Spieltag gibt es das möglicherweise entscheidende Endspiel gegen Freiburg - bei einer der beiden Gelegenheiten muss der erste Dreier 2015 her. Hannover weiß aber nicht mehr, wie das Siegen funktioniert und gab zuletzt in der Schlussphase gegen Werder eine Führung aus der Hand. Der Wechsel zu Michael Frontzeck, der nicht gerade als Feuerwehrmann gilt, brachte bislang wenig.

Restprogramm:  

LAOLA1-Prognose:

   

SC Freiburg

Ausgangslage: 15. Platz, 31 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Aus Freiburger Sicht wäre die momentane Situation komplett vermeidbar gewesen. Die Truppe von Trainer Christian Streich legte trotz der unzufriedenstellenden Punkte-Ausbeute viele überzeugende Partien hin. Das Kollektiv funktioniert. Zudem hat der Verein Erfahrung im Abstiegskampf, dementsprechend herrscht Ruhe im Umfeld. Der SC hat von allen Abstiegskandidaten die beste Tordifferenz (-11) und "darf" am letzten Spieltag noch beim völlig verunsicherten Konkurrenten aus Hannover ran.

Das spricht für den Abstieg: Unglaubliche sechsmal ließ Freiburg in dieser Saison noch in Spielen Punkte, in denen man mindestens bis zur 88. Minute in Front lag. Auch das Elfmeterschießen liegt dem Sport Club nicht, gleich dreimal scheiterte der Tabellen-15. vom Punkt. An vorderster Front fehlte häufig die Durchschlagskraft beziehungsweise die Qualität, anderseits ist Nils Petersen wieder gesund und auch Admir Mehmedi traf zuletzt.

Restprogramm:

LAOLA1-Prognose:

   

Hamburger SV

Ausgangslage: 14. Platz, 32 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Die Form. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen sind für HSV-Verhältnisse schlichtweg unfassbar. Fast noch spektakulärer: In diesen drei Partien erzielten die Nordlichter fünf Treffer. Bruno Labbadia scheint den Hebel richtig angesetzt zu haben. Der zwischenzeitliche Lohn ist der scheinbar komfortable 14. Tabellenplatz, der bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Stuttgart allerdings trügerisch sein kann.

Das spricht für den Abstieg: Das Hamburger Endspiel steigt gegen den VfB, damit steht und fällt der HSV. Mit einem Sieg würde es schon sehr gut aussehen, mit einer Niederlage wären die vorangegangenen Erfolge aber mit einem Schlag wieder nichtig und der VfB vorbeigezogen. Zum Abschluss kommt Schalke, dass zum Zünglein an der Abstiegs-Waage avancieren könnte. Bitterböse rächen könnte sich die Torflaute über den Saisonverlauf. Mit -26 hat man das zweitschlechteste Torverhältnis, zudem mit Abstand die wenigsten erzielten Treffer (22).

Restprogramm:  

LAOLA1-Prognose:

   

Hertha BSC

Ausgangslage: 13. Platz, 34 Punkte

Das spricht für den Klassenerhalt: Die Tabelle. Die Hertha hat drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und könnte auch ganz ohne eigene Punktgewinne oben bleiben. Zusätzlich sollte die "Alte Dame" davon profitieren, dass die Konkurrenz noch in zahlreiche direkte Duelle verwickelt ist. Außerdem ist der Klub aus der Haupstadt seit dem er von Pál Dárdai trainiert wird defensiv einigermaßen stabil.

Das spricht für den Abstieg: Der Fußball, den die Truppe unter dem Ungarn zeigt, ist spielerisch dürftig. Zuletzt blieben nach dem anfänglichen Aufschwung auch die Resultate aus. Die Hertha hätte schon längst gerettet sein können, doch die Formkurve zeigt steil nach unten: Drei Niederlagen in Folge und nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen bringen die Berliner noch in eine brenzlige Sitaution.

Restprogramm:

LAOLA1-Prognose:








Máté Esterházy / Christoph Kristandl

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