Fuchs bei Schalke schon voll integriert

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Christian Fuchs hat nach einer tollen Saison mit dem FSV Mainz 05 im Juni den Sprung zu Schalke 04 gewagt und ist nach fast drei Wochen Vorbereitung beim deutschen Großklub schon voll integriert.

Der 25-Jährige hat sich innerhalb dieser Zeit schon ein ähnliches "Standing" wie bei seinem Ex-Klub erarbeitet. "Natürlich tragen die Leistungen des vergangenen Jahres einiges dazu bei", sagte Fuchs gegenüber der APA.

Der Niederösterreicher hat sich bei den von Ralf Rangnick betreuten Schalkern von Anfang an sehr wohl gefühlt.

"Bin sehr gut aufgenommen worden"

"Ich bin sehr gut aufgenommen worden, und ich glaube, dass sieht man dann auch auf dem Platz, bei den Spielen, dass es reibungslos läuft", meinte Fuchs.

Beim 3:1-Testspielsieg am Donnerstagabend in Bad Waltersdorf präsentierte sich der Ex-Mattersburger bei seinem Einsatz bis zur Pause als zweikampfstark, einsatzfreudig, sicher im Abspiel und glänzte auch als Vorlagengeber.

Seine mustergültige Flanke musste der niederländische Goalgetter Klaas-Jan Huntelaar per Kopf nur noch im Tor unterbringen (7.). Zudem war der ÖFB-Teamspieler auch für die Eckbälle und Freistöße von seiner linken Seite verantwortlich.

"Raul ist ein gemütlicher Typ"

Positiv ist für Fuchs auch, dass er mit dem 20-jährigen Lewis Holtby einen Mitspieler hat, den er schon aus gemeinsamen Tagen in Bochum und Mainz gut kennt.

"Die Eingewöhnung ist mir sehr leicht gefallen, die Integration war überhaupt kein Problem", versicherte Fuchs. Auch mit Ex-Real-Superstar Raul verstehe er sich bereits gut.

"Er ist ein gemütlicher Typ, mit dem man ganz normal reden kann", charakterisierte Fuchs den Offensivspieler, der bei den Schalkern hinter der Spitze bzw. den Spitzen agiert.

Keine schwere Umstellung

Im Trainingslager in Stegersbach, das am 20. Juli endet, wird derzeit vor allem das Taktik-Training forciert.

"Wir sind in Stegersbach eigentlich nur am Taktik trainieren. Die Grundlagenausdauer haben wir schon auf Rügen geschuftet", erklärte Fuchs.

Die Umstellung von Mainz auf Schalke ist dem Defensivspieler nicht schwer gefallen. "Von der Vorbereitung ist nicht wirklich ein Unterschied", merkte Fuchs an.

Auch der Wechsel von Mainz-Coach Thomas Tuchel zu Rangnick sei kein Problem gewesen.

"Rangnick hat einen guten Draht zu den Spielern"

"Ich bin ein Gegner, dass man Trainer miteinander vergleicht, weil jeder seine eigene Philosophie und eine andere Anschauung hat", meinte Fuchs.

Rangnick sei ein Coach, der sehr viel auf Taktik setze. "Er hat einen guten Draht zu den Spielern und wird uns sicher auf die Saison und die anstehenden Spiele gut vorbereiten", sagte der Ex-Mainzer.

Noch lange wird Fuchs die Saisoneröffnungsfeier der "Blau-Weißen" in Erinnerung bleiben. "Beim Start waren auf einmal 100.000 Leute da, das war ein Wahnsinn. Die Fans sind einzigartig", betonte der Außenverteidiger.

Fuchs ist von Schalke begeistert

"Muss täglich mein bestes geben"

Bei aller Begeisterung über den großen Klub und Mythos ist für den Abwehrspieler aber eines klar: "Für Sentimentalitäten bleibt keine Zeit, ich muss täglich mein Bestes geben, der Druck ist natürlich da."

Die Anhängerschaft soll mit einer deutlich besseren Meisterschaftsplatzierung als in der vergangenen Saison, in der es nur zu Rang 14 gereicht hatte, zufriedengestellt werden.

"Die vergangene Saison hat den Ansprüchen von Schalke nicht entsprochen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, unter die Top-Fünf zu kommen. Da wollen wir hin", erklärte Fuchs.

Die Schalker bauen jedenfalls voll auf den 41-fachen ÖFB-Teamspieler, der sich in der deutschen Bundesliga mit seinen Leistungen einen sehr guten Namen gemacht hat.

"Er ist ein Gewinn für uns"

"Insgesamt ist er sicher ein Spieler, der ein Gewinn für uns ist", sagte Rangnick.

Man gehe davon aus, dass er die erhoffte Verstärkung auf der Linksverteidiger-Position sei.

"Wir sind erst seit zwei Wochen im Training, da müssen wir schon noch abwarten. Aber wir kennen ihn ja, es ist nicht so, dass wir einen Unbekannten geholt haben", fügte der Schalke-Coach hinzu.

Im Rahmen des Trainingslagers treten die Gelsenkirchner noch einmal in einem Testspiel an, am 19. Juli geht es in Oberwart gegen Sigma Olmütz. Am 23. Juli wartet bereits der Supercup-Schlager gegen Dortmund in der Veltins-Arena auf Schalke.

Den österreichischen Fußball verfolgt Fuchs übrigens, so weit es möglich ist. "Es wird auf jeden Fall ein langer Weg, aber Sturm hat es vor einigen Jahren schon einmal geschafft, und wieso sollten sie es nicht wieder schaffen", sagte Fuchs zu den Chancen von Österreichs Meister in der "Eliteliga"-Qualifikation.

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