206 Ballkontakte in einem Spiel

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Müller: "Dafür brauche ich eine ganze Saison"

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Bayern München feiert Neuzugang Xabi Alonso. Der Spanier hat in nur wenigen Wochen beim deutschen Fußball-Meister die Rolle des Spielgestalters im defensiven Mittelfeld übernommen.

Beim 2:0-Sieg seines neuen Clubs beim 1. FC Köln verzeichnete der 32-Jährige nicht weniger als 206 Ballkontakte - Rekord in der deutschen Fußball-Bundesliga.

Nicht mehr wegzudenken

"Ich habe nicht mitgezählt, aber das ist sehr schön", sagte Alonso selbst überrascht.

Die bisherige Ligabestmarke hatte sein Landsmann Thiago Alcantara in der vergangenen Saison beim 5:0 der Bayern gegen Eintracht Frankfurt mit 185 Ballberührungen markiert - Zahlen, die den auf Ballbesitz ausgelegten Fußball dokumentieren, der mit Trainer Pep Guardiola in München Einzug gehalten hat.

"200 Ballkontakte, dafür brauche ich eine ganze Saison", lobte Bayern-Star Thomas Müller seinen neuen Clubkollegen. Alonso ist nach nur sechs Pflichtspielen nicht mehr aus der Schaltzentrale des Meisters wegzudenken. Der Routinier, der zuvor jeweils fünf Jahre für Liverpool und Real Madrid gespielt hatte, gibt den Münchnern Ruhe und Sicherheit.

Ungeschlagen an der Spitze

"Es war ein schwieriges Spiel. Köln ist sehr tief gestanden, wir mussten viel Geduld haben", erklärte Alonso. "Es war ein wichtiger Sieg."

Nach sechs Runden stehen die Bayern weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze

Am Dienstag (18.00 Uhr) geht es für das Team von ÖFB-Star David Alaba in der Champions League bei ZSKA Moskau weiter.

"Nicht unsere Kragenweite"

Durch die gelungene Einbindung von Alonso hat Alaba einen weiteren Konkurrenten im Kampf um einen Platz im zentralen Mittelfeld.

Diese Position bekleidet der 22-Jährige im ÖFB-Team, bei den Bayern wurde er zuletzt aber wieder vermehrt als Linksverteidiger aufgeboten. In Köln war er am zweiten Treffer - einem Eigentor von Daniel Halfar (66.) - beteiligt.

"Im Zentrum haben wir einiges gut gemacht, aber Bayern ist einfach nicht unsere Kragenweite", meinte Köln-Coach Peter Stöger.

Wer ist der Beste?

Für Aufsehen sorgte sein Trainerkollege Dieter Hecking vom VfL Wolfsburg.

Dieser lobte den Schweizer Ricardo Rodriguez nach dem 2:1 gegen Werder Bremen als "besten Linksverteidiger der Liga".

Auf die Nachfrage, ob er Alaba nicht mehr als Linksverteidiger sehe, konterte Hecking: "Ich denke, dass Richie mehr Tore macht, also ist er für mich der Beste."

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