Favre tritt zurück! "Es ist die beste Entscheidung"

Aufmacherbild
 

Lucien Favre zieht die Konsequenzen aus dem schlechten Saisonstart von Borussia Mönchengladbach und tritt mit sofortiger Wirkung als Trainer zurück.

"Nach reiflicher Überlegung und eingehender Analyse bin ich zu der Erkenntnis gekommen", wird der 57-Jährige in einer Erklärung zitiert.

"Es war eine unvergessliche Zeit, die ich hier in Mönchengladbach erlebt habe. Ich durfte die Borussia vom Fast-Absteiger in die Champions League führen. Es gab viele unglaubliche berauschende Momente", blickt Favre auf eine erfolgreiche Zeit zurück.

Seine Erfahrungen im Fußballgeschäft hätten aber letztlich zu seiner Entscheidung geführt: "Ich bin lange genug im Geschäft, habe als Spieler und Trainer schon viele schwierige Situationen erlebt und immer wieder dazu gelernt. Da muss ich zum aktuellen Zeitpunkt ehrlich für mich sagen: Es ist jetzt an der Zeit und die beste Entscheidung für den Verein und die Mannschaft, eine Veränderung herbeizuführen."

"Schönste und emotionalste Zeit als Trainer"

Favre habe "nicht mehr das Gefühl, der perfekte Trainer für Borussia Mönchengladbach zu sein". Der Schweizer hatte das Amt im Februar 2011 übernommen und den Klub von einem Abstiegskandidaten in die Königsklasse geüfhrt. Nach fünf Bundesliga-Spieltagen sind die "Fohlen" punktelos Tabellenletzter, dazu ging auch der CL-Auftakt in Sevilla mit 0:3 verloren.

Schweren Herzens nimmt Favre nun Abschied: "Ich werde die ereignisreichen Jahre bei Borussia als meine schönste und emotionalste Zeit als Trainer nie vergessen! Die Spieler, mit denen ich arbeiten durfte! Die Vereinsführung, mit der ich immer vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Und da ist vor allem der Borussia-Park, da sind die Fans, die bei jedem Spiel diese unvergleichliche Stimmung erzeugen können. Ihr werdet immer in meinem Herzen bleiben!"

Verein nahm Rücktritt zunächst nicht an

Seinen nunmehr Ex-Verein hat der Trainer mit seiner Entscheidung offensichtlich völlig überrumpelt. Sportdirektor Max Eberl hat den Rücktritt zunächst nicht angenommen und Favre erklärt, dass man weiterhin uneingeschränkt und voller Überzeugung hinter ihm stehe.

"Wir haben gehofft, dass wir ihn auch dieses Mal überzeugen können, bei uns weiter zu machen", wird Eberl auf der Facebook-Page der Borussia zitiert.

Als Favre anschließend mit seiner Entscheidung an die Öffentlichkeit ging, war man in Mönchengladbach geschockt.

"Mit seinem öffentlich gemachten Rücktritt hat er nun Fakten geschaffen, die uns bis ins Mark treffen. Wir haben mit Lucien Favre viereinhalb überaus erfolgreiche sportliche Jahre hinter uns und sind sehr traurig, dass dieser gemeinsame Weg nun offenbar zu Ende ist", sagt Borussias Präsident Rolf Königs.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen