Die Bayern sind derzeit das Maß aller Dinge

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Mit einem 6:1 über Werder Bremen im 1000. Spiel von Trainer Jupp Heynckes ist den Bayern eine klare Ansage für den Cup-Schlager am Mittwoch gegen Borussia Dortmund gelungen.

Der selig lächelnde Vereinspräsident Uli Hoeneß verkniff sich aber nach dem "opulenten Sieg", wie Heynckes den Erfolg in seinem Jubiläumsspiel betitelte, jedes Wort in Richtung BVB.

"Berlin ist unser Ziel"

Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge betrachtete die Darbietung auf dem Fußballplatz als ausreichende Kampfansage für das große Duell im DFB-Pokal-Viertelfinale:

"Wir sind sehr gut vorbereitet, das hat man gesehen", sagte Rummenigge und ergänzte: "Das wird ein schweres Spiel - aber nicht nur für uns, sondern auch für Borussia Dortmund."

Die 23. Meisterschaft bleibe der "wichtigste Titel", betonte Rummenigge. Aber eine nationale Zugabe im Cup liegt den Bossen gerade nach dem Final-Debakel gegen den BVB im Vorjahr besonders am Herzen.

"Berlin ist unser Ziel", sagte Rummenigge mit Blick auf Mittwoch: "Die Fans in Deutschland können sich auf das Spiel freuen."

Zweiter Anzug sitzt

Heynckes schonte gegen Werder im Hinblick auf die Dortmund-Partie neben David Alaba auch weitere Stammspieler wie Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos und Mario Mandzukic und ermöglichte dafür genervten Reservisten wie Arjen Robben oder Mario Gomez einen Gute-Laune-Spieltag.

"Es macht einfach Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen", sagte der herausragende Robben. "Der Trainer hat sechsmal gewechselt - und trotzdem funktioniert die Mannschaft", stellte der zweifache Torschütze Gomez fest.

Auch Rummenigge staunte: "Es hat viel Rotieren des Trainers gegeben, aber es war eigentlich kein Unterschied zum Sieg bei Arsenal festzustellen."

David Alaba wurde gegen Bremen geschont

Rummenigge lobt Heynckes

Dafür erhielt Heynckes neben einer wertvollen Uhr als Jubiläumspräsent auch noch ein dickes Lob des Vereinschefs. "Jupp Heynckes macht alles richtig und gut im Moment", sagte Rummenigge.

Leidtragende der Bayern-Überform waren am Samstag auch die drei Österreicher bei Werder, Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic und Sebastian Prödl. Letzter sah nach einer Notbremse gegen Gomez kurz vor der Pause die Rote Karte.

Robben Held des Abends

Held des Tages war Robben. Der Niederländer glänzte als Torschütze und Vorbereiter, dribbelte und wirbelte. "Die 90 Minuten waren positiv für mich", meinte Robben.

Auch gegen Dortmund wird er erste Wahl sein, zumal Ribery gesperrt ist. Beim Versuch der Bayern, die Machtverhältnisse im deutschen Fußball wieder ganz in ihrem Sinne auszurichten, ist der zuletzt frustrierte Bankdrücker nun wieder Hoffnungsträger.

"Arjen ist gut drauf", sagte Rummenigge: "Er hat unter Beweis gestellt, dass er körperlich topfit ist und auch wieder torgefährlich ist. Wir brauchen Arjen in dieser Verfassung, um unsere Ziele zu erreichen."

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