Dortmund verpflichtet Pierre-Emerick Aubameyang

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So schnell kann es gehen.

Bei der offiziellen Saisonstart-Pressekonferenz am Donnerstag um 14 Uhr standen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Trainer Jürgen Klopp noch ohne namhafte Neuverpflichtung für die Offensive da.

Keine vier Stunden später tritt Michael Zorc vor die beim Trainingslager in den Kitzbüheler Alpen anwesenden Medien – darunter auch LAOLA1 – und bestätigt den Transfer eines echten Hochkaräters:

„Es ist vielleicht keine ganz große Überraschung mehr. Jetzt ist alles realisiert und fixiert: Wir haben Pierre-Emerick Aubameyang verpflichtet. Er wird bei uns einen Fünfjahres-Vertrag unterschreiben.“

Gut Ding braucht Weile

Der Grund für das Fehlen des Sportdirektors und dritten Mitglieds des „Borussen-Triumvirats“ bei der PK war dadurch zugleich erklärt: Mit dem AS St. Etienne, französischer Rekordmeister und bisheriger Arbeitgeber von Aubameyang, wurden letzte Details finalisiert.

„Wir sind auf einem guten Weg“, hatte Watzke schon am frühen Nachmittag verkündet, dieser Weg ist laut Zorc nun abgeschlossen. “Weil auch andere Klubs an ihm interessiert waren, war es nicht einfach. Wir haben uns einfach genügend Zeit genommen, auszuwählen und zu entscheiden.“

Kein neuer Götze

Der Teamkicker aus Gabun verlässt die Franzosen nach zwei Jahren und soll beim Champions-League-Finalisten die große Lücke, die der Abgang von Mario Götze hinterließ, füllen.

Als direkten Nachfolger sieht der 50-Jährige die Neo-Akquisition nicht, weder für den zum FC Bayern abgewanderten DFB-Teamspieler, noch für den im Sommer 2014 scheidenden Robert Lewandowski: „Ich glaube, dass wir mehr als einen Spieler für den Offensivbereich brauchen.“

Während hierzulande der Name des 24-jährigen Flügelspielers nur wenigen Experten und Fans der Ligue-1 ein Begriff ist, hat Zorc Aubameyang schon lange auf dem Zettel stehen und weiß um dessen Qualitäten Bescheid: „Wir freuen uns besonders auf ihn, weil er im Offensivbereich sehr flexibel ist und sowohl auf den beiden Außenpositionen, als auch in der Spitze spielen kann.“

Echte Gegenliebe

Doch nicht nur der Klub kennt seinen neuen Starspieler, auch dem 1,85m-Hünen ist seine neue fußballerische Heimat keine Unbekannte.

„Pierre verfolgt schon seit zwei Jahren intensiv unsere Art, Fußball zu spielen, die Spielweise und Schwarz-Gelb. Und er freut sich, in der Champions League zu spielen“, erläutert die BVB-Vereinsikone.

Aubameyang kommt mit der Empfehlung von 19 Treffern und 14 Assists und erweitert das Offensiv-Arsenal des BVB um eine weitere Waffe.

„Er macht uns mit seiner Schnelligkeit noch weniger ausrechenbar“, bringt es „Susi“ auf den Punkt.

Bevor es diese zu bewundern gibt, müssen sich die Fans noch ein bisschen gedulden. Seine Ankunft in Dortmund ist erst am Samstag erwartet.

 

Christoph Nister/Christian Eberle

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