Alarmstimmung bei Bayern

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Arnautovic: "Nordderby-Sieg bedeutet uns sehr viel"

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Mit einem 3:1-Erfolg ausgerechnet beim Erzrivalen Hamburger SV hat Werder Bremen seine bisherige Remisserie in diesem Jahr in der deutschen Bundesliga beendet.

"Das war ein geiles Nordderby, alle waren gegen uns, aber wir 20 Spieler auf dem Platz konnten es heute gegen alle aufnehmen. Dieser Sieg bedeutet uns sehr viel", betonte ÖFB-Legionär Marko Arnautovic, der eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung den 3:1-Endstand besorgt hatte.

Die Bremer Fans hatten bereits nach dem 2:0-Halbzeitstand "Auswärtssieg! Auswärtssieg!" skandiert.

Nach dem Treffer von Arnautovic kannte ihr Jubel keine Grenzen mehr.

"Haben sie mal unsere Fans beobachtet, wie die gerade da draußen feiern?", antwortete Werder-Geschäfsführer Klaus Allofs auf die Frage nach der Bedeutung dieses Erfolgs mit einer Gegenfrage.

"Dieses Stadion liegt uns einfach"

"Dieses Stadion liegt uns einfach, ich weiß auch nicht warum. Wir haben ein richtig tolles Spiel gemacht", meinte Bremens starker Schlussmann Tim Wiese, der sich von den Fans nicht zweimal bitten ließ, in Hamburg die Feierlichkeiten in der Fankurve mit dem Megaphon einzuleiten.

"Es ging wieder um viel, es war hitzig, es war ein bisschen mehr Adrenalin drin als in anderen Spielen - und wir haben gewonnen! Das wird eine schöne Woche, jeder wird mit sehr viel Spaß an die Arbeit gehen und sich auf die nächste Partie freuen. Für Hamburg gilt das wohl eher nicht."

Alaramstimmung bei Bayern

Während Arnautovic und Zlatko Junuzovic in der Hansestadt ausgelassen feierten, schlich ihr ÖFB-Teamkollege David Alaba nach dem torlosen Remis der Bayern beim Schlusslicht SC Freiburg enttäuscht vom Feld.

Nach der 22. Runde fehlen den auf Platz drei abgerutschten Münchnern damit bereits vier Punkte auf Titelverteidiger und Spitzenreiter Borussia Dortmund, der sich mit einem 1:0-Erfolg in Berlin keine Blöße gab. Kein Wunder, dass bei den Bayern die Angst vor einer weiteren Saison ohne Meistertitel umgeht.

Nerlinger kritisiert Spieler

"Spätestens jetzt schrillen die Alarmglocken. Wenn sich nicht ganz schnell ganz viele Dinge ändern, wird das eine enttäuschende Saison für den FC Bayern", prophezeite Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem extrem schwachen und vor allem ideenlosen Auftritt des Rekordmeisters in Freiburg.

Einzig der erst 19-jährige Alaba, der mit seiner Rettungsaktion in der zwölften Minute einen Gegentreffer verhindert und den verletzten DFB-Star Bastian Schweinsteiger einmal mehr souverän vertreten hatte, durfte mit seiner Vorstellung zufrieden sein.

Das Gros der Bayern-Elf kritisierte Nerlinger aber für "eine Leistung, die nicht akzeptabel ist. Es wirkt, als wenn einige nicht verstanden hätten, worum es geht."

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