Zwei "Aussortierte" als Trümpfe für Werder

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Marko Arnautovic ist wieder da.

Mit zwei Toren in den vergangenen beiden Ligaspielen hat sich das "Enfant terrible" nicht nur zurück ins österreichische Fußball-Nationalteam geschossen, er scheint sich auch in der deutschen Bundesliga rehabilitiert zu haben.

Der 22-jährige Wiener stand am Samstag beim 2:1-Sieg in Hoffenheim erstmals in dieser Saison in der Startformation von Werder Bremen, vermochte erneut mit einem Tor zu überzeugen.

"So kann es weitergehen"

"So kann es ruhig weitergehen", versicherte Arnautovic.

Werder ist vorerst punktegleich mit Leader Bayern München Tabellenzweiter, dazu scheint er selbst die Trendwende geschafft zu haben. Nach einigen disziplinären Problemen und Schlagzeilen abseits des Platzes hatte Arnautovic in Bremen bereits das Abstellgleis gedroht.

Mit einem Clubwechsel wollte er sich dennoch nicht beschäftigen. Arnautovic steht bis 2014 bei Werder unter Vertrag.

Sieg wichtiger als Tor

Für den extrovertierten Techniker zählt daher derzeit nur die "grüne Raute", wie er bereits mehrfach betont hat.

Nach einem Rückstand in Hoffenheim wurden dank Toren von Arnautovic und des ebenfalls bereits fast aussortiert gewesenen Schweden Markus Rosenberg noch drei Punkte eingefahren.

"Das ist das einzige, was uns interessiert", betonte Arnautovic. "Dass ich getroffen habe, freut mich, aber das Tor von Markus war noch wichtiger."

Aussprache im ÖFB-Team noch nicht möglich

Arnautovic kommt daher mit einigem Selbstvertrauen zurück zum Nationalteam, in dem er seit März nach einer Auseinandersetzung mit dem neuen Salzburg-Stürmer Stefan Maierhofer nicht mehr dabei gewesen ist.

Maierhofer zählt derzeit nicht zum ÖFB-Kader, Teamchef Dietmar Constantini lässt sich aber bis Montag Zeit, noch ein oder eventuell zwei Spieler nachzunominieren.

Gomez ist ex aequo Führender der Schützenliste

Österreich-Schreck nicht dabei

Das ÖFB-Team absolviert am Montag in Bad Tatzmannsdorf seine erste Trainingseinheit vor den EM-Quali-Spielen am Freitag in Deutschland und vier Tage später in Wien gegen die Türkei.

Nicht treffen wird das Nationalteam dabei auf einen "Österreicher-Schreck". Mario Gomez fehlt dem deutschen Nationalteam im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich sowie im Test gegen Polen.

Gomez will kein Risiko eingehen

Der Stürmerstar des FC Bayern, am Samstag mit drei Treffern überragender Akteur beim 3:0-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern, klagt über Adduktorenprobleme und will kein Risiko eingehen.

Nach seinem erfolgreichen Auftritt meinte der 26-Jährige noch bescheiden: "Wichtig ist für mich nicht, wie viele Tore ich mache, sondern welche Rolle ich in der Mannschaft spiele".

Nun kann also zumindest der Doppeltorschütze vom deutschen 2:1-Sieg in Wien den Österreichern nicht mehr gefährlich werden. Vorteil ist das nur ein bedingter, denn Bundestrainer Jogi Löw hat bereits Ersatz für den 26-Jährigen gefunden. Anstelle von Gomez wird Cacau, 30-jähriger Angreifer in Diensten des VfB Stuttgart, nachnominiert.

Zweiter schwerwiegender Ausfall für Deutschland

Anstelle von Gomez dürfte der zu Lazio Rom abgewanderte Miroslav Klose im Sturmzentrum beginnen. Der 33-Jährige, der bereits bei 61 Länderspiel-Toren hält, steht wegen des Spielerstreiks in Italien allerdings noch nicht im Ligabetrieb, hat lediglich ein Europa-League-Spiel in den Beinen.

Gomez, der sich die Verletzung bereits am Dienstag in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Zürich zugezogen hatte, ist der zweite prominente Ausfall der Deutschen nach dem verletzten Mittelfeldspieler Sami Khedira von Real Madrid.

Löws 23-köpfiger Kader kommt am Montagabend in Düsseldorf zusammen. Vier Tage nach dem Quali-Spiel gegen Österreich treffen die Deutschen in einem Testspiel in Gdansk (Danzig) auf EM-Veranstalter Polen.

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