210 Millionen für Neuzugänge

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Die Bundesliga kauft kräftig ein

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Die 18 deutschen Vereine der Bundesliga haben bis knapp vor dem Saisonstart bereits 211,9 Millionen Euro für 156 neue Spieler ausgegeben. Durch die ungewöhnlich hohen Einnahmen von 185,475 Millionen Euro ist die Transferbilanz im WM-Jahr aber insgesamt fast ausgeglichen.

Laut einer Erhebung der Nachrichtenagentur "dpa" liegen die Investitionen und Erlöse auf Vorjahresniveau. Der Ausgaben-Rekord von 287 Millionen Euro vor der Saison 2012/2013 bleibt unangetastet. Das Transferfenster schließt am 1. September.

Dortmund gab am meisten aus

Allerdings fließen von den Gesamt-Einnahmen der 18 Klubs mehr als 50 Millionen Euro auf das ohnehin prall gefüllte Konto des FC Bayern München, allein schon durch die Verkäufe der Nationalspieler Toni Kroos (Real Madrid/30,0) und Mario Mandzukic (Atletico Madrid/22,0).

Weil der deutsche Meister seinen Wunschspieler Robert Lewandowski von Borussia Dortmund ablösefrei bekam, musste er nicht wie im vergangenen Sommer - Mario Götze und Thiago kosteten zusammen mehr als 60 Millionen Euro - Unsummen für Verstärkungen hinblättern.

Das meiste Geld gab diesmal der Meisterschafts-Zweite aus Dortmund aus. Um den Ausfall des polnischen Bundesliga-Torschützenkönigs zu kompensieren, musste der BVB tief in die Kasse greifen. In dem italienischen Torjäger Ciro Immobile vom FC Turin (18,5 Millionen) leisteten sich die Borussen den teuersten Neuzugang der Liga, Herthas Adrian Ramos (9,7) machte das westfälische Stürmer-Paket perfekt.

Auch Leverkusen greift an

Dazu kam in Weltmeister Matthias Ginter für 10,0 Millionen Euro noch ein großes Abwehrtalent aus Freiburg. Zudem wurden sieben Millionen Euro für den Rückkauf des zuvor von Real Madrid geliehenen Nuri Sahin fällig. Insgesamt investierte der BVB 45,2 Millionen Euro.

Mit 29,25 Millionen Euro für HSV-Angreifer Hakan Calhanoglu, den Ex-Nürnberger Josip Drmic, den Brasilianer Wendell und weitere vielversprechende Profis veredelte Bayer Leverkusen seinen Kader.

"In Dortmund sagen sie, dass sie die Bayern ärgern wollen, wir wollen die Dortmunder ärgern", kündigte Bayers Sportchef Rudi Völler nach Platz vier in der Vorsaison den Angriff auf die Spitze an. Anders als in den Vorjahren habe man es geschafft, "keinen unserer Topspieler abzugeben und uns zusätzlich zu verstärken", erklärte Völler.

"Bundesliga noch attraktiver"

Die deutschen Fußballer stehen zwar nach dem WM-Titel der Löw-Elf weltweit noch höher im Kurs. Doch der Run ins Ausland hat deswegen nicht eingesetzt. "Deutsche Topspieler genießen unabhängig vom WM-Erfolg im Ausland stets einen hohen Stellenwert", sagte Wolfsburgs Geschäftsführer Klaus Allofs.

Er glaubt, dass die Bundesliga durch den WM-Titel "noch attraktiver geworden ist". Bis auf Kroos wechselte kein deutscher Weltmeister nach der WM ins Ausland.

Die Unsummen werden nach wie vor in Spanien, England oder Frankreich ausgegeben, wo die zum Teil hoch verschuldeten Spitzenvereine weiter bereit sind, 50 bis 90 Millionen Euro für große Namen zu zahlen.

HSV reinvestiert

So verpflichtete Champions-League-Sieger Real Madrid neben Kroos auch Costa Ricas WM-Torhüter Keylor Navas (10,0) und den Kolumbianer James Rodriguez, der allein 80 Millionen Euro kostete.

Um nicht ein weiteres Zitterjahr zu erleben, holte Bundesliga-Dino Hamburger SV nicht nur Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zurück, sondern investierte auch kräftig in neue Spieler. Zwar mussten die Hanseaten in Calhanoglu einen wichtigen Leistungsträger ziehen lassen, reinvestierten aber das Geld. In der Ausgaben-Liste rangiert der HSV auch dank der Kühne-Millionen mit 20,75 Millionen Euro hinter dem BVB und Leverkusen auf Platz drei.

Wesentlich bescheidener geht es in Bremen zu. Die klammen Werderaner holten fast nur ablösefreie Spieler und setzen auch wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs.

Neue Österreicher in der Liga

Ein Weg, den auch der FC Schalke 04 konsequent weiterverfolgt. Das Motto von Manager Horst Heldt und Vereinschef Clemens Tönnies lautet: "Wir machen uns unsere Stars selbst." Dennoch hat man in Gelsenkirchen den Kader punktuell mit Sidney Sam, Fabian Giefer oder Eric Maxim Choupo-Moting ergänzt.

Punktuelle Verstärkungen leistete sich auch VfB Stuttgart. Der teuerste Neuzugang des Klubs von ÖFB-Teamspieler Martin Harnik war der 21-jährige Serbe Filip Kostic, der um sechs Millionen Euro aus Groningen kam.

Zudem holten die Schwaben mit dem ablösefreien Ex-Salzburger Florian Klein einen weiteren ÖFB-Teamspieler für die rechte Abwehrseite. Ebenso ablösefrei wechselte Robert Almer - der Teamgoalie heuerte bei Hannover 96 an.

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