Leipzig trennt sich von Zorniger

Aufmacherbild
 

RB Leipzig trennt sich von Trainer Zorniger

Aufmacherbild
 

RB Leipzig trennt sich von Trainer Alexander Zorniger.

Der 47-Jährige muss nach der ersten Frühjahrs-Partie, einem schwachen 0:2 in Aue, seinen Posten beim aktuell Siebenten der zweiten deutschen Bundesliga verlassen.

Zorniger stand bereits vor der Winterpause nach nur sechs Punkten aus fünf Partien schwer in der Kritik.

Im Sommer 2012 war er als Nachfolger von Peter Pacult von der SG Sonnenhof-Grossaspach nach Leipzig geholt worden und sorgte prompt für Erfolg.

Rangnick lobt "hervorragende Arbeit"

Innerhalb von zwei Jahren gelang der Sprung von der Regionalliga über die dritte Liga bis in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands.

"Alex hat hier hervorragende Arbeit geleistet und war mit der Mannschaft in den letzten 2,5 Jahren maximal erfolgreich", meint RB-Sportdirektor Ralf Rangnick, der außerdem festhält: "Er hat einen sehr großen Anteil daran, dass wir heute schon in der 2. Bundesliga spielen."

Nach einem verheißungsvollen Start fielen die Roten Bullen gegen Ende der Herbstsaison aber in der Tabelle zurück.

"Die letzten Schritte waren nicht nur Stagnationen, sondern ein Rückschritt. Unsere Entscheidung, im Sommer den Trainer zu wechseln, ist am Wochenende gereift und wurde auch mit Dietrich Mateschitz besprochen", begründet Rangnick die Entlassung.

Um den sofortigen Aufstieg noch in dieser Saison zu erreichen, griff Red Bull tief in die Tasche und lotste unter anderem Austria-Torjäger Omer Damari und Emil Forsberg von Malmö in die Messestadt.

Insgesamt gab der Verein in der Winterpause neun Millionen Euro für Neuzugänge aus.

Zorniger wollte "sofort einen Cut"

Offiziell geht man einvernehmlich getrennt Wege. "Es war nach dieser intensiven und erfolgreichen Zeit natürlich nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen. Doach aufgrund der mir gegenüber offen kommunizierten Absicht, im Sommer eine Veränderung vorzunehmen, ist es Meinung nach besser, sofort einen Cut zu machen", erklärt Zorniger.

Durch den Fehlstart in Aue wurden die Verantwortlichen rund um Sportdirektor Ralf Rangnick unruhig und trauten Zorniger den weiteren Durchmarsch offensichtlich nicht mehr zu.

Mittlerweile fehlen RBL fünf Zähler auf den Relegations- und sechs auf einen direkten Aufstiegsplatz.

Bis auf Weiteres übernimmt U17-Trainer Achim Beierlorzer das Amt des Chefcoaches. Erst im Sommer soll eine neue Lösung präsentiert werden.

Tuchel als heiße Aktie für die Nachfolge

Ein möglicher Kandidat ist der ehemalige Mainz-Coach Thomas Tuchel, der sich laut "Sport1" schon ein Haus in Leipziger Umgebung gekauft haben soll.

Rangnick will sich an den Gerüchten aber nicht beteiligen: "Wir wollen und können nicht über mögliche Trainer für die neue Saison sprechen. Das wäre unseriös. Wir werden erst dann etwas bekanntgeben, wenn eine Entscheidung feststeht."

Eine sofortige Verpflichtung Tuchels, der sich eigentlich eine Auszeit für ein Jahr genommen hat, wäre problematisch. Der Vertrag zwischen dem Bundesligisten aus Mainz und dem Coach ist nicht aufgelöst, sondern ruht nur, weshalb bei einer Verpflichtung vor dem Sommer eine Ablösesumme fällig wäre.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen